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Beispiele für Organigramm - schöne Organigramme erstellen

Konkurrenzanalyse: wichtiger Bestandteil des Businessplans.

Ein Beispiel: Zugleich sind sie selbst ein Risiko für die Anderen, dass sie am Idealtyp eines Unternehmens und seiner Mitglieder ansetzen und das empirisch. Informationen und Beispiele zum Flussdiagramm, funktionsorientierte Ablauforganisation, Flussdiagramm Beispiel Telefonieren und Symbole Standartflussdiagramm.

Die Prozessbeschreibung mit Flussdiagramm

Die Prozesslandkarte beschreibt die Struktur der Unternehmensprozesse und das Zusammenwirken der einzelnen Teil-Prozesse. Sie wird oft mittels vektororientierter Grafiksoftware dargestellt, kann aber auch recht eindrücklich von der Belegschaft auf z. Die genauere Visualisierung beschreibt dann die zeitlich-logische Abfolge von Abläufen im Unternehmen und der Verknüpfung dieser Abläufe untereinander.

Visualisiert werden die Prozess-Struktur Zusammenwirken der Teil-Prozesse , als auch die einzelnen Abläufe, und dann in der Anwendung die Kontrolle und Steuerung Status einzelner Messwerte und ihre zeitliche Veränderung.

Je nach Zielsetzung werden die Prozesse unterschiedlich detailliert dargestellt, von der groben Übersicht bis zu einzelnen Verfahrensanweisungen und Regeln zu Entscheidungen und zur Steuerung. Sollwerte einzeln zu verändern oder per Rezept zu verwalten.

Prozessvisualisierungen müssen an die jeweilige Anlage und den jeweiligen Prozess, angepasst werden. Die einzelnen Masken der Visualisierung werden mit grafischen Entwurfswerkzeugen gestaltet. Die Programmierung der Logik innerhalb der Prozessvisualisierung kann ebenfalls visuell oder mit konventioneller Programmierung mit Quelltext durchgeführt werden.

Die Grenzen zwischen visueller und konventioneller Programmierung verschwimmen häufig, da den visuellen Elementen Scripte oder Makros hinterlegt werden können oder der Quelltext im Rahmen eines Framework eingebettet wird. Es stehen eine Reihe von speziellen Bediengeräten auf dem Markt zur Verfügung, die deren Hersteller natürlich propagieren; leistungsfähiger und kostengünstiger sind jedoch übliche IT-Technologien.

Bei der Prozessoptimierungsmethode Six Sigma werden viele der beschriebenen Möglichkeiten zur Prozessvisualisierung angewendet, wobei beim sogenannten Process Mapping in Six Sigma die zu optimierenden Ist-Prozesse erfasst werden.

Den bewussten Verzicht auf Informationen bei gleichzeitiger Erhöhung der Erwartungssicherheit zur Kontrolle nennt man dagegen Vertrauen, während bereits realisierte Erwartungssicherheit im subjektiven Empfinden als Zutrauen definiert wird. Vertrauen ist "… die freiwillige Übertragung der Kontrolle über Ressourcen, Handlungen oder Ereignisse in Erwartung einer nicht genau im voraus festgelegten Gegenleistung in einer nicht genau terminierten Zukunft" Zündorf , 1 "… lässt sich Vertrauen als ein Mechanismen sehen, der das Zeitproblem überwindet und die Informationsunsicherheit überbrückt und zwar dergestalt, dass ein Akteur, nämlich derjenige, der Vertrauen schenkt, eine einseitige Vorleistung erbringt" Preisendörfer , Vertrauen ist in einer ersten Annäherung "die akzeptierte Verletzlichkeit durch den möglichen, aber nicht erwarteten ill will oder Mangel an good will eines Anderen mir gegenüber" Baier , Vertrauen lässt sich definieren "als soziale Beziehung, in der Prinzipale — aus welchem Grund oder welcher Haltung auch immer — Ressourcen, Autorität oder Verantwortung in einen anderen investieren, um irgendeine unsichere zukünftige Rückzahlung zu erhalten" Shapiro , Noteboom bietet eine weite und eine enge Definition von Vertrauen an: Trust in things or people entails the willingness to submit the risk that they may fail us, with the expectation that they will not, or the neglect or lack of awareness of the possibility that they might.

Wenn sie sich entscheidet, einen mehrdeutigen Weg mit diesen Eigenschaften zu gehen, dann nenne ich das eine Vertrauensentscheidung; wenn sie sich entscheidet, diesen Weg nicht zu gehen, macht sie eine Misstrauensentscheidung. Coleman , vertritt die Position, dass von Vertrauen dann zu reden ist, wenn gilt: Verlustchance bei Vertrauensbruch 1-p ].

Folgerichtig kommt er zu dem Schluss: Vertrauen wird ein zentrales Konzept, wenn im Vertrauen signifikante Risiken enthalten sind d. Wenn Ps Entscheidung ist, in O Vertrauen zu setzen, dann hat O seinerseits die Wahl, entweder vertrauenswürdig oder nicht vertrauenswürdig zu sein. Jedoch wird Ps Entscheidung, kein Vertrauen in O zu setzen, dem Betrug vorbeugen und normalerweise O in Bezug auf diese spezifische Situation keine weitere Option lassen.

Es ist wichtig festzuhalten, dass sowohl P wie O das Risiko bewusst ist, dem sich P in ihrer Entscheidung zu vertrauen aus- 16 setzt 'Risiko' bezieht sich hier auf die Möglichkeit, dass O das Vertrauen Ps enttäuschen kann, aber nicht, dass er es notwendigerweise enttäuschen wird. Es soll — angesichts der Vielzahl von Perspektiven — nicht versucht werden, alle diese Facetten in einer Globaldefinition zu integrieren, sie könnte auch nicht mehr leisten als die Aspekte zu konstellieren, die eben zusammengestellt wurden.

Ich möchte stattdessen jene Merkmale hervorheben, auf die ich in der folgenden Diskussion ausführlicher eingehen werde, in der es mir wie in der Einleitung angekündigt um eine Rehabilitierung von Misstrauen geht. Zu Grunde liegt die These, dass es zuviel Vertrauen geben kann und dass zuviel Vertrauen schädlich sein kann. Die Gründe für diese Dysfunktionen des Vertrauens sind angelegt in der Struktur von Vertrauensbeziehungen — und damit unausweichlich.

Vertrauensbeziehung kann es zu group think kommen, neue Ideen werden abgewehrt, es gibt keine Herausforderung zum Wandel, keinen Wettbewerb … - Vertrauen als Agency: Die Delegation von Aufgaben bewirkt, dass sich der Vertrauensgeber an jemand anderen ausliefert, vom ihm abhängig wird. Dieses kann bitter enttäuscht werden Blauäugigkeit, Naivität, Parzifal - Vertrauen in 'guardians of trust' GoTt - was Misstrauen in interpersonales Vertrauen impliziert - Vertrauen als generalisiertes Kommunikationsmedium [Absicherung von Transaktionen ist auf sehr verschiedene Weise möglich: Liebe, Macht, Geld, Verträge …] um Informationsasymmetrie zu überwinden und Handlungsfähigkeit herzustellen trotz Komplexität und Kontingenz 2.

Arten von Vertrauen Vertrauen In der Vertrauensliteratur wird immer wieder betont, dass man Informationen verschenkt, wenn man von dem Vertrauen spricht; sinnvoller ist es verschiedene Formen oder Arten von Vertrauen zu unterscheiden, weil sie jeweils auf ganz 17 anderen Mechanismen beruhen und mit verschiedenen Bedingungen und Folgen verbunden sind.

Die häufigsten Differenzierungen sind im Folgenden aufgeführt: Gewährsleute, Schlichter, Paten … [Kramer ] - process-based trust, characteristics-based trust, institution-based trust Zucker Die spezifische Beziehungskonstellation, die Vertrauen und Misstrauen charakterisiert, soll im Folgenden Näher entfaltet werden, um daraus auch Hinweise auf die soziale Dynamik zu erhalten, die sich in Vertrauens- und Misstrauensbeziehungen entfaltet.

Loyalität am häufigsten genannt; Mitarbeiter halten zu einem, sie schaden einem nicht , Zugänglichkeit accessibility: Gabarro fand in seinen Interviews von Executives neun 'Grundlagen' bases des Vertrauens: Butler , ging nach Zusammenschau mehrerer Untersuchungen und auf Basis von Interviews mit 84 Managern von folgenden 10 Bedingungen conditions! Mit dem CTI mussten die Befragten ihr Vertrauen in Professoren oder Klassenkameraden oder in Zielpersonen beschreiben, die sie gut kannten und entweder mochten oder nicht mochten.

Faktor, den Butler 'Misstrauen' nannte, war so schwach ausgeprägt, dass er ihn nicht weiter berücksichtigte]. Die neun resultierenden Faktoren waren: Die Interkorrelation dieser Faktoren Butler , war ziemlich hoch, im Mittel um die. Kompetenz Kann die Zielperson leisten, was sie verspricht, was von ihr erwartet wird, was zur Aufgabenerfüllung erforderlich ist?

Meifert komprimiert in seiner Zusammenfassung noch stärker auf nur drei Dimensionen: Kompetenz — Integrität — Gesinnung. Es ist wie bei Unternehmenskultur: Eine derartige Entwicklungssequenz findet sich auch bei anderen AutorInnen: Im Mittelpunkt steht dabei die Suche nach möglichst objektiven Informationen, die künftiges Verhalten der Zielperson vorherzusagen erlauben. Erst wenn auf Grund einer solchen Testphase genügend Belege dafür angesammelt sind, dass man sich auf die andere Seite verlassen kann, wird die Suche nach Indizien und Evidenzen abgelöst durch "affektives" Vertrauen: Auch Notebooms , 90 Phasenschema folgt einem solchen Ablauf: Stage of control in the absence of trust 2.

Stage of assessing trustworthiness, and developing tolerance levels of trust 3. Stage of widening tolerance levels, on the basis of identification. Alle statischen zeitlosen und kontextfreien Definitionen sind defizitär. Abweichungen werden jeweils in Klammern notiert. Vertrauen ist eine mehrstellige Relation s. A vertraut B in Bezug auf etwas Wertvolles W, z. A räumt B darüber Verfügungsrechte oder Verfügungsgewalt ein; dabei ist charakteristisch, dass der Umfang der Verfügungsrechte nicht exakt bezeichnet und begrenzt wird, sondern unausgesprochen und implizit bleibt Misstrauen strebt in dieser Hinsicht Explizitheit an.

In der Handhabung der übertragenen Verfügungsgewalt hat B einen Entscheidungsspielraum E, der — wie gesagt — nicht expliziert und fixiert ist, sondern überdies nicht völlig kontrollierbar ist. Insofern ist A abhängig vom good will von B — und das verleiht B Macht über A die der Misstrauische um fast jeden Preis verhindern möchte. Vertrauen und Macht sind über zugestandene, ausgenutzte 'Abhängigkeit', die zum Vertrauensbeweis stilisiert werden kann, eng korreliert. Weil auch B von der Vertrauensbeziehung profitiert N NB , wird er in dieser asymmetrischen Situation signalisieren müssen , dass er seine Macht E E, die Kontrolle der Ungewissheitszone nicht missbrauchen wird.

Aber Missbrauch ist in jeder Machtrelation eine Option. Insofern sind Misstrauen, Wachsamkeit und Kontrolle angebracht, ebenfalls als Option, also nicht immer und sofort. Die Chirurgin, der andere Verkehrsteilnehmer, der Pilot, die Steuerberaterin, der Installateur— sie verdienen!

Bei dessen Bruch muss er mit Sanktionen rechnen, nicht nur durch den Vertrauenden A, A sondern — und damit kommt eine weitere Dimension hinzu — auch durch die Dritten, Beobachtenden, die soziale Umwelt, die Gesellschaft C C , die über positive und negative Sanktionsmöglichkeiten F verfügen. Weil sie am Modus des Vertrags festhält, muss sie die Form des Vertrags strapazieren. Der Vertrag wird nicht einfach durch den alternativen Modus "Vertrauen" ersetzt, sondern Vertrauen wird zum impliziten Vertragsbestandteil: Relationale Verträge werden durch die Partner gutwillig interpretiert, ergänzt und ausgefüllt.

Was ist noch "Vertrag", wenn die entscheidende Klausel lautet: Zum anderen verliert B Kredit auch bei den Dritten C: Bs soziales Kapital ist abgewertet und er muss, um im Bilde zu bleiben, künftig generell für Kredite deutlich höhere Zinsen zahlen. Vertrauen als mehrstellige Relation 2.

Der Prinzipal ist — aus welchen Gründen auch immer — nicht im Stande oder bereit, eine Aufgabe selbst zu erledigen und beauftragt damit einen 'Agenten', den er honoriert. Der Prinzipal geht mit dieser Beauftragung ein Risiko ein, weil er wegen unaufhebbarer Informationsasymmetrie nicht perfekt kontrollieren kann, ob den richtigen besten Agenten ausgewählt hat, ob dieser Agent tatsächlich alle ihm ver- 23 fügbaren Informationen nutzt, nicht auf eigene Rechnung handelt, ihn nicht erpresst usw.

Die strukturelle Analogie zur Vertrauensbeziehung ist offenkundig: In einer solchen Prinzipal-Agenten-Beziehung müsste der Prinzipal — handelte er als rationaler homo oeconomicus — den Agenten z. Wie leicht komme ich wieder raus? Ist der Prinzipal nicht so rational veranlagt, könnte er mit folgenden pragmatischen Heuristiken arbeiten: Eine Inspektion dieser Fragelisten macht deutlich, dass sie in mehr oder weniger umfassender Weise die in Beleg 2.

In der folgenden Abbildung werden drei Möglichkeiten der Beziehung zwischen Prinzipal und Agent skizziert, die sich dadurch unterscheiden, dass die Rolle der "Vertrauensschützer" guardians of trust immer wichtiger wird.

Sich auf sie zu 24 verlassen führt gleichzeitig in einen Kreislauf eskalierender Spiralen der Kontrolle der Kontrolleure.

Dieser GoTt kann versagen z. Verfahrensnormen, Gesetze, Regeln, Strukturen, Verträge, Versicherungen in Schach gehalten werden; diese können jedoch auch umgangen, verletzt etc. Die Beziehung zwischen Prinzipal und Agent kann noch weit komplexer gestaltet werden, wenn man interpersonales Vertrauen in Richtung auf systemisches Vertrauen weiterdenkt. Hier sieht sich der einzelne Prinzipal — derjenige, der vertrauen muss! Er könnte vielleicht einen oder mehrere kontrollieren, aber alle zusammen kann er beim besten Willen nicht mehr überwachen, weil ihm dazu Zeit, Ressourcen, Expertise, Einblick usw.

Wie will man sichergehen, dass das Trinkwasser aus dem Wasserhahn giftfrei ist? Dass der Preis für eine Dienstleistung oder Ware fair ist? Dass das Handy nicht gefährlich strahlt? Dass der Arzt das richtige Medikament verschrieben hat? Dass der Kollege nicht hintenherum intrigiert?

Dass bei der Autoinspektion nicht völlig unnötige Reparaturen berechnet wurden? Dass der Zahnarzt mit seinen Behandlungsmethoden auf der Höhe der Zeit ist? Dass der Steuerberater das Optimale herausgeholt hat? Dies ist gemeint mit der Rede, dass wir die Komplexität und Kontingenz der Handlungssituationen mit Vertrauen überbrücken müssen und dass wir den 'normalen Lauf der Dinge' wie und als selbstverständlich unterstellen.

Diese Überlegung macht auch deutlich, dass die 'guardians of trust' in ihrer Vielzahl und Verschachtelung unverzichtbare institutionelle Voraussetzungen der Lebensbewältigung in modernen funktional differenzierten Gesellschaften sind.

Kann man diese Herangehensweise gegenüber sich selbst praktizieren? Kann eine Person sich selbst einen riskanten Vertrauensvorschuss geben und ihn dann nicht zurückzahlen? Das ist durchaus denkbar für den Fall der megalomanen Selbstüberschätzung, nur würde man das gemeinhin nicht unter Selbstvertrauen subsumieren, denn eine Person mit Selbstvertrauen kommt nicht auf die Idee eine riskante Vorleistung zu erbringen, sie ist sich sicher!

Man darf sich in einer am Modell des interpersonalen Vertrauens orientierten Diskussion nicht auf das Homonym 'Vertrauen' verlassen; das Wort meint etwas anderes. Es ist deshalb aufschlussreich, sich das Wortfeld, in dem 'self trust' zu lokalisieren ist, näher anzusehen.

Selbstvertrauen wäre dann im Netz folgender Begriffe zu lokalisieren, die zwar alle andere Akzente setzen, in ihrer Gesamtheit aber den Raum markieren, in dem Selbstvertrauen zu lokalisieren ist: Selbstvertrauen ist als 'Startbegriff' in einem individualistischen Handlungsmodell vorstellbar, bei dem man die Bedingungen berücksichtigen möchte, unter denen ein Akteur interpersonales Vertrauen in Andere setzt.

Auf der Seite intrapersonaler Dispositionen könnte sich "Selbstvertrauen" als summarisches Merkmal qualifizieren, ergänzt um Risikopräferenz, Ressourcenzugang, situative Gelegenheiten usw. Wenn bei einem solchen rationalen Entscheidungsmodell eine Person voll Selbstvertrauen sich überhaupt in Frage stellt, könnte sie sich Folgendes fragen: Vielleicht ist der Kern des Konzepts "Selbstvertrauen", dass eben diese Selbstund Situationsprüfung unterbleibt und durch die fraglose Sicherheit ersetzt wird, allen Wechselfällen gewachsen zu sein.

Ausführlicher als diese zwei dominanten Positionen sollen die zwei im Vertrauensdiskurs vernach- 27 lässigten und scheinbar inkompatiblen Kombinationen diskutiert werden und es soll ausgelotet werden, welche Einsichten es bringt, dem Vertrauen zu misstrauen und dem Misstrauen zu trauen.

Die folgende Abbildung skizziert dieses Schema: Vertrauen und Misstrauen als Objekt und Einstellung3 3. Vertrauen wird als All-, ja sogar Wunderheilmittel für fast alle interpersonalen oder organisationalen Pathologien angepriesen.

Das gilt nicht nur für die wissenschaftliche, sondern auch für die Ratgeber-Literatur s. Sprenger und Höhler Insbesondere die "high trust"-Organisation vereinigt — im Gegensatz zur buchstäblich diskreditierten "low trust"-Organisation — alle erdenklichen positiven Attribute auf sich [siehe z.

Wenn ein Berater gerufen wird, begegnet er zuerst dem "Vertrauen in Misstrauen" grassierendes Misstrauen, auch ihm gegenüber. Wie bei allen Phasenmodelle ist einschränkend oder erweiternd hinzuzufügen: Autoren wie Zand beschwören buchstäblich eine Magie des Vertrauens.

Es wird ein selbstverstärkender Zirkel in Gang gesetzt: Wer vertraut, sorgt für reziprokes Vertrauen, Alles wird gut! Wer an das Gute im Menschen glaubt, macht sie gut. Für die self-fulfilling prophecy dieses Pygmalion-Effekts gibt es keine notorisch Bösen — wir haben nur nicht an ihr Gutes geglaubt und sie deshalb nicht zu Guten gemacht.

In seinen vielzitierten Vertrauens- bzw. Misstrauenszyklen hat Zand , diese Dynamik visualisiert. Kontrollen 2 Führer verheimlicht Informat. Vertrauens- und Misstrauenszyklus nach Zand 30 Der experimentelle Beweis für die Wirksamkeit des 'guten Glaubens' wird in spieltheoretischen Simulationen geführt, die mit dem Gefangenendilemma arbeiten. Hier lässt sich die Bedeutung der Vertrauensfiktion belegen: Wenn ein Spieler im festen Vertrauen!

Hinter der pauschalisierenden Feier der Wohltaten des Vertrauens stecken unexplizierte Zusammenhangsvermutungen, die prinzipiell geprüft werden könnten. Erfahrungsgestütztes Vertrauen kann auf Überwachung, Sicherheitsleistungen und formelle Verträge verzichten; wer nicht mehr extern kontrolliert und reglementiert wird, entwickelt Eigenmotivation und identifiziert sich mit der Organisation und ihren Zielen. Es wird effizienter und effektiver zusammengearbeitet. Sie wissen nicht alles, sie haben und beherrschen nicht alles, sie sind abhängig von anderen und den Umständen.

Zugleich sind sie selbst ein Risiko für die Anderen, die sie nicht immer über alles informieren, was sie wissen und vorhaben und denen sie die Folgen ihres Handelns aufbürden. Weil — genau genommen — alles Handeln unter überaus komplexen und kontingenten Bedingungen erfolgt, müsste man eigentlich resignieren und in depressive Lähmung, Untätigkeit, Verzweiflung oder Kontemplation versinken. Gottseidank gibt es Überbrückungsmöglichkeiten für die Abgründe, die sich auftun: Diese sozialen Erfindungen erlauben es die prinzipiell unbewältigbare Komplexität und Kontingenz handhabbar zu machen4.

Es funktioniert dann nicht perfekt und immer, aber gut genug. Man kann eigenes Handeln auch unterlassen und hoffen, dass alles gut gehen wird. Hoffnung unterscheidet sich von Vertrauen vor allem dadurch, dass man die Wendung zum Guten nicht vom eigenen Tun erwartet, sondern von günstigen Fügungen Zufall, Gott, Schicksal, Glück.

Vertrauen ist da eine Art Kompromisslösung. Zwischen den beiden Positionen "sein Schicksal hoffend in die Hand Gottes oder des Zufalls legen" und "die Ärmel hochkrempeln und es selber tun" gibt es die dritte Möglichkeit: Dabei werden rationale ökonomische Gründe für die Überlegenheit vertrauensbasierten Managements genannt: Ripperger , unterscheidet z.

Allerdings werden keine pauschalen All-Aussagen gemacht; mögliche Vorteile sind nur unter bestimmten Bedingungen zu erwarten: Einmalige Transaktionen unter Fremden verfehlen diese Bedingung. Deshalb sind Idealisierungen von Vertrauen mit Vorsicht Misstrauen?

Hier zeigt sich nämlich, dass Vertrauen keine Alles-oder-Nichts-Sache ist, dass es eine sehr prekäre und störbare Angelegenheit ist und dass die Bedingungen der Möglichkeit von Vertrauen immer wieder hergestellt und gesichert werden müssen.

Damit sollen die positiven Effekte, die eine Vertrauenskultur bringen kann, nicht in Abrede gestellt werden; es gibt keinen vernünftigen Zweifel daran, dass ein soziales System ohne Vertrauen nicht langfristig und nur mit unerwünschten Nebenfolgen z. Der Blick auf die andere Seite des Vertrauens soll vielmehr dazu beitragen, einige der unausgesprochenen Voraussetzungen und Konsequenzen von zu viel und unbedingtem Vertrauen sichtbar zu machen.

Annette Baier , zitiert einen Satz von Sissela Bok: Vertrauen ist die Atmosphäre, in der es gedeiht" und fährt fort: Ausbeutung und Verschwörung gedeihen ebenso wie Gerechtigkeit und Kameradschaftlichkeit besser in einer Atmosphäre des Vertrauens. Es gibt moralische wie unmoralische Vertrauensbeziehungen und Vertrauensbruch kann ein moralisch richtiges Ziel sein.

Im Vertrauen auf die Solidität von Enron investieren Mitarbeiter ihre gesamte Altersversorgung in Enron-Aktien, die kurze Zeit später wegen krimineller Machenschaften des Managements nichts mehr wert sind.

Im Vertrauen darauf, dass die Männer in Polizeiuniform, die sich mit Polizeimarken ausweisen, tatsächlich Polizisten sind, lässt die jährige Rentnerin sie in ihre Wohnung — und wird ausgeraubt. Im Vertrauen auf die Zusage des Vorstands, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird, stimmt die Belegschaft einer Arbeitszeitverkürzung mit entsprechender Lohnabsenkung zu und wird ein Jahr später mit der Ankündigung konfrontiert, dass das Unternehmen an einen ausländischen Investor verkauft wird, der das Unternehmen filettieren und mindestens die Hälfte der Belegschaft entlassen will.

In Verbrämung der Ungewissheit über Zeitpunkt und Umfang der Einlösung des Vertrauensvorschusses wird zuweilen davon geredet, dass Vertrauen 'geschenkt' wird. Zum einen, weil jemand, der auf Aufforderung schenkt, nicht wirklich schenkt. Zum anderen und wichtiger: Normalerweise wird eine Person ihr Vertrauen nicht 'blind' schenken [dispositionelles Vertrauen als generalisierte Einstellung im Sinne Rotters oder Urvertrauen im Sinne Eriksons], sondern erfah- 33 rungsgestützt abschätzen können, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Vorleistung rückerstattet wird und gerade die Hochschätzung der Vertrauensbeziehung ist ein Indiz dafür, dass die Rückzahlung mit Zinseszinsen erwartet wird.

Zum dritten bleibt unerwähnt, dass Vertrauen Verpflichtungen auferlegt und in Beziehungen einbindet oder fesselt? Auf diese Aspekte soll näher eingegangen werden. Zunächst sind Zweifel anzumelden an der Freiwilligkeit des In-jemandVertrauen-setzens. Vertrauen in einen Mitarbeiter wäre z. Weil das prinzipiell unsicher ist, kann zur Reduktion der Unsicherheit auf eine Palette von Möglichkeiten zurückgegriffen werden, z. Vertrauen ist zwar riskant, kostet aber auch wenig und ist vor allem dann nicht wirklich gefährlich, wenn es sich nicht um 'one shot business' handelt und die Partner immer wieder miteinander "ins Geschäft kommen".

Da gibt es dann genügend Gelegenheiten, auf die Enttäuschung von Vertrauen wirksam zu reagieren. Organisationen müssen vertrauen, zumal in modernen Arbeitskontexten, in denen Abschied genommen wird von der Phantasie zentral istisch er Kontrolle, weil tazites Wissen, wechselnde Projekte, offene Netzwerke und die boundaryless organization die externe 'control' erheblich beschränken.

Dennoch pflegt das Management nicht selten die verbrämende Rhetorik der generösen Konzession: MitarbeiterInnen wertschätzen, schenken wir ihnen Vertrauen". Was unvermeidlich ist und sich überdies fast immer auszahlt, ist kaum als eine "riskante Vorleistung" anzusehen. Eher schon verpflichtet diese Etikettierung den "Beschenkten" zu höherer, zumindest verlässlicher Rückzahlung. Auch Bachmann geht davon aus, dass Vertrauen und Macht keine Alternativen sind, sondern einander bedingen und immer in Mischungsverhältnissen vorkommen.

Er führt diese Überlegung auch auf die Beziehung zwischen inter- personaler und systemischer Ebene weiter: Wenn starke Institutionen Verlässlichkeit und Vorhersagbarkeit garantieren, kann auf den Einsatz personaler Macht verzichtet werden.

Beim Lob des Vertrauens wird meist das Risiko des Vertrauenden betont und mit heroisierenden Formulierungen ins Licht gerückt Verletzlichkeit, Verwund- 34 barkeit , wo es doch nur um einen riskanten Eröffnungszug geht, von dem sich der Vertrauensgeber durchaus einige Vorteile erwartet falls ihm nicht — wie gesagt — ohnehin keine andere Wahl bleibt.

Dass, wer sich einen Nutzen verspricht, oft auch das Risiko eines Verlusts eingeht, ist nicht so ungewöhnlich, dass man es mit 'Verwundbarkeit' dramatisieren müsste.

Von anderen Menschen nicht enttäuscht werden kann nur jemand, der allein ist auf der Welt. Alle haben sie Versprechungen vertraut und zum Teil erhebliche Vorleistungen erbracht: Muss nicht - umgekehrt — zuerst der Vorgesetzte, da er der Mächtigere ist, Vertrauen zeigen, mithin Verwundbarkeit zeigen! Wechselseitige Erhöhung der Verwundbarkeit macht schutzlos. Aber wer verwundbar ist, muss damit rechnen womöglich auch verwundet zu werden, und zwar durch jene Waffen, die offenbar wechselseitig vorhanden sind.

Wenn schon nicht immer Personen, darf man dann Unternehmen, dem Staat, den Parteien trauen? Einigen Institutionen erfahrungsgestützt durchaus, aber eben nicht allen und nicht unbedingt, immer und unbesehen. Meist gibt es zum Vertrauen ohnehin keine Alternative weil wir praktisch keine Wahl haben, z. Denn auch hier gilt die Nutzen- oder Machbarkeitsklausel: Wenn man nicht vertraut, kommt man zu gar nichts mehr.

Man würde auf eine geradezu steinzeitliche Situation zurückgeworfen, müsste alles selber machen können und auf die Vorteile einer funktional differenzierten arbeitsteiligen Expertengesellschaft verzichten. Es hat also - nüchtern kalkuliert - mehr Vorteile als Nachteile zu vertrauen. Die 'riskante Vorleistung' ist der Preis für die Eintrittskarte, ohne die man nicht dabeisein darf. Wenn mantraartig in Begriffsanalysen wiederholt wird, dass Vertrauen zu tun hat mit Enttäuschbarkeit, Verwundbarkeit, Verletzlichkeit, wird der Eindruck erweckt, als seien Vertrauende masochistisch und altruistisch.

Andere Alternativen sind realistischer: Vertrauen muss keine unreflektierte generalisierte Einstellung Urvertrauen und nicht ganz blind sein, sondern zumindest Umrisse sehen können; wer vertraut, sollte im eigenen Interesse nicht jenseitig-abgehoben vertrauensselig sein, sondern mit wenigstens einem Bein noch auf der diesseitigen Erde stehen.

Vertrauende haben und erhoffen Vorteile; dafür müssen sie Risiken eingehen, aber letztlich — darauf vertrauen! Vertrauen hat somit zwei Gesichter: Unbestimmte Angst, lähmendes Entsetzen befielen ihn.

Nicht einmal bestimmtes Misstrauen könnte erformulieren und zur Grundlage defensiver Vorkehrungen machen, denn das würde voraussetzen, dass er in anderen Hinsichten vertraut. Der Vertrauende erbringt hier die riskante Vorleistung im Vertrauen darauf, dass der andere ebenfalls vertraut und sich dieser Gemeinsamkeit des Vertrauens bewusst ist. Wird das Angebot angenommen, begründet es eine Verpflichtung, denn der damit Betraute kann sich aus ihr nur mit Schaden lösen: Gesichtsverlust, Ausschluss aus Beziehungsnetzen und von künftigen Transaktionen können mögliche Folgen sein.

Vertrauen wird hin- gegeben mit einer Rückgabe- und Einlöse-Verpflichtung und ist eine Obligation; somit auch ganz wörtlich eine fremd- und selbstauferlegte Bindung und Einschränkung. So gesehen ist Vertrauen im Kern ein Darlehen oder eine Hypothek? Die Parteien in diesem 'Geschäft' sind Kreditoren Vertrauensgeber und Debitoren Vertrauensnehmer, 'Verschuldete' ; das soziale Kapital einer Gesellschaft ist umso höher, je mehr solcher Ausleihungen stattfinden.

Coleman , nennt die Gesamtheit der 'credit slips' Einzahlungsbelege , über die ein Akteur verfügt, sein Sozialkapital siehe dazu näher unten. Es ist für alle vorteilhaft, wenn die Kreditoren-Debitoren-Bilanz nicht völlig ausgeglichen ist, weil dann offene Rechnungen und bindende Schuldverhältnisse existieren: Der Kreditor würde durch den Abbruch der Beziehung gleichzeitig seine ihm zustehenden Ansprüche an den Debitor aufgeben.

Der Debitor könnte sich durch den Abbruch der Beziehungen seinen Leistungsverpflichtungen zwar entziehen, würde dabei allerdings seine Reputation als Debitor schwächen und dadurch riskieren, dass weder der Kreditor noch Dritte ihm eine erneute 'soziale Verschuldung' gewähren würden" Ripperger , Insofern erhält, wem Vertrauen 'geschenkt' wird, ein Danaer-Geschenk, weil er sich 'sozial verschuldet'.

Wer viele solcher 'Geschenke' Vertrauensbeweise erhalten hat, hat auch viel zu tun, dankend die Schulden zurückzuzahlen. Zumindest muss der sichere Eindruck vermittelt werden, dass er jederzeit bereit und in der Lage ist, seinen Pflichten! Das mag wie eine unzulässige Ökonomisierung sozialer Beziehungen erscheinen, ist jedoch nur eine verfremdende — und damit bezeichnende — Perspektive auf einen wichtigen Sachverhalt, der auch die Psychotherapeuten beschäftigt: Wieviel Mühe bedeutet es für ein Kind, sich aus jenen Umklammerungen der Eltern zu lösen, die mit dem und ist in derselben Hinsicht gleichzeitig ein Vertrauensnehmer der anderen.

Es kommt noch hinzu: Das Vertrauens- Geschenk bindet nicht nur den Beschenkten, sondern auch — längerfristig gesehen — den Schenkenden, der selbst zum Schuldner wird. Das Beziehungs-Band wird enger und jedem öffnen sich die Verkehrskreise des Anderen, was zusätzliche Verpflichtungen generiert. Damit wird eine wichtige Ausweitung der Vertrauenszone erreicht. Das hat jedoch auch seine Schattenseiten: Wer eine Vertrauensbeziehung begründet kann sich — wie in einer ehelichen Beziehung — auch schon Gedanken machen für den Fall, dass der Bund nicht für's ganze Leben hält das würde allerdings die Vertrauensbeziehung als eine kalkulative oder rationale etablieren und es nicht gerade erleichtern, sie zu einer affektiv oder identifikatorisch basierten weiter zu entwickeln.

Aus einer solch 'berechnenden' Perspektive stellen sich dann konsequenterweise einige Fragen: Wie hoch sind die 'switching costs'? Welche tangiblen und intangiblen Kosten entstehen bei einer Trennung? Wann wird eine Vertrauensbeziehung für 'gescheitert' erklärt? A vertraut B und B erweist sich des Vertrauens würdig oder nicht. Darauf ist bei der Vorstellung von Vertrauen als mehrstelliger Relation schon hingewiesen worden.

Es muss also die Figur des Dritten eingeführt werden: A setzt in B Vertrauen und B rechtfertigt dieses Vertrauen nicht und eben dies wird von Anderen beobachtet. Damit wird die Vertrauensbeziehung aus ihrer intimen Exklusivität herausgelöst und zum öffentlichen Gut. Denn jeder Vertrauensbruch belastet die Transaktionsatmosphäre und erhöht für die Dritten die Transaktionskosten der Informationssammlung, der Sicherungsleistungen, der Set-up-Kosten für Gewähr- 38 leistungs- und Kontrollinstitutionen usw.

Sie haben ein ureigenes Interesse, die schwarzen Schafe zu brandmarken. Und für A und B bedeutet das, dass ihre Reputation als fair oder opportunistisch ihre künftigen Möglichkeiten konditioniert.

Zudem ist — wenn man die Rechnung aufmacht — der narzisstische Gewinn dessen zu sehen, dem vertraut wird. Vertrauenswürdig sein ist eine Auszeichnung, die einen abhebt von anderen, die keinen oder geringeren Vertrauens- Wert haben. Wenn einem, zumal in Organisationen, ein Höhergestellter vertraut, erfüllt diese Anerkennung mit Stolz.

Wichtiger als diese persönliche Nie-GenugTuung ist aber die soziale Wirkung: Entsprechend der universalen Reziprozitätsnorm muss der, der des Vertrauens gewürdigt wurde, zurückzahlen. Er muss sich würdig erweisen, und das erlegt ihm zwei Verpflichtungen auf: Die Verwendung eines Teils seiner Ressourcen ist festgelegt, er steht für andere Einsätze nicht mehr zur Verfügung.

Andererseits kann man natürlich mit dem Darlehen Anschaffungen Wert-Schaffungen machen, die sonst nicht möglich gewesen wären. Dass Vertrauen keine einfache, sondern eine durchaus doppelbödige oder sogar in sich widersprüchliche Angelegenheit ist, soll ein weiteres Mal unterstrichen werden mit dem folgenden Exkurs, der eine Collage von Zitaten bietet, die Vertrauensparadoxa beschreiben.

Vertrauen beinhaltet Informationsmangel, der Risiko bedeutet, aber auch Information, die wahrgenommenes Risiko begrenzt. Das zeigt, dass es Vertrauen weder mit völligem Informationsmangel, noch mit vollständiger Information geben kann" Noteboom , The guardians of trust are held to the same standards of disinterestedness, full disclosure, and role competences as those they oversee.

And because of the fear that they are no more likely to abide by these norms than are fist-order trustees, third-order trustees of trustees of trust — systems of social control over social-control agents — respond.

In complex societies in which agency relationships are indispensable, opportunities for agent abuse sometimes irresistible, and the ability to specify and enforce substantive norms governing the outcomes of agency nearly impossible, a spiraling evolution of procedural norms, structural constraints, and insurance-like arrangements, each building on the former, seems inevitable.

One of the ironies of trust is that we frequently protect it and respond to its failures by bestowing more trust. In the 39 jargon of investment, we sometimes throw good money after bad" Shapiro , Shapiro deckt so "eine inflationäre Spirale eskalierender Vertrauensbeziehungen und das Paradox auf, dass wir, je mehr wir die Institutionen des Vertrauens kontrollieren, umso unzufriedener sein werden mit ihren Wohltaten" Shapiro , Diese Problematik kann als folgende, scheinbar paradoxe Fragestellung formuliert werden: Kann es für einen Akteur rational sein, immer vertrauenswürdig zu handeln, auch wenn es nicht immer rational ist, vertrauenswürdig zu handeln?

Kann es, selbst für einen Opportunisten, rational sein, sich in einem quasi konstitutionellen Wahlakt grundsätzlich für vertrauenswürdiges Verhalten zu entscheiden, obwohl in einzelnen Situationen der Nutzengewinn durch opportunistisches Verhalten deutlich höher liegen würde?

Wenn Vertrauen relevant sein soll, muss es die Möglichkeit von Aufkündigung, Betrug und Regelverletzung [exit, betrayal and defection] geben … Vertrauen kann definiert werden, und wurde so definiert, dass es eine Einrichtung zu Bewältigung der Freiheit Anderer ist. Vertrauen muss sich angesichts angebrachten Misstrauens bewähren; Misstrauen ist der Hintergrund, auf dem erst sich die Figur Vertrauen zeigen kann. Es wird wie ein Mysterium behandelt, weil es ganz und gar, ursprungsund bedingungslos, rein und kontextfrei konzipiert wird.

Es ist da wie das Urvertrauen — oder nicht. Realistischer aber wäre es zu fragen, wie Vertrauen erworben, aufgebaut und verstärkt wird, wie es sich wandelt, wenn und weil es ent- 40 täuscht wird und warum es — manchmal sehr schnell — verloren geht. Die verklärende Sicht der Dinge wird unterstützt dadurch, dass von dem Vertrauen geredet wird statt verschiedene Arten und Stadien von Vertrauen zu erörtern.

Nach diesem Exkurs steht das dritte Portfolio-Feld zur Debatte. Hinzu kommen — die Frage nach Henne und Ei einmal ausgeklammert — rekursive Selbstveränderungen: Er steht vor der Doppelaufgabe, nicht nur die Anderen, sondern auch sich selbst fortwährend zu beobachten, zu kontrollieren und abzuschotten.

Angesichts solcher Risiken leuchtet ein, dass Misstrauen schlecht und zu bekämpfen ist. Aber zum einen bemerkt Kramer f. Und zum anderen wird extremisiert, indem nur von pathologischem Misstrauen die Rede ist, so als ob es kein anderes gäbe.

Es finden sich allerdings vorsichtige 8 Man kann es noch weiter treiben: So lügen, betrügen und stehlen Vertrauensvolle weniger wahrscheinlich als Misstrauische und sind eher bereit, anderen eine zweite Chance zu geben sowie deren Rechte zu achten.

Offensichtlich versuchen Misstrauische ihre Haltungen Anderen gegenüber so umzusetzen, dass sie bemüht sind, ihren Vorteil zu sichern, bevor sie 'übers Ohr gehauen' werden" Petermann , 53f. Statt dessen ist eine mild paranoide Haltung — 'gesundes Misstrauen' Kramer — angebracht. Vertrauen sollte somit dosiert werden, denn erfüllt ein Mitarbeiter die mit dem Vertrauen verbundenen Erwartungen nicht, so hat dies langfristig sicher negative Folgen für den Betrieb …" Platzköster , Auffällig ist bei beiden Zitaten, dass nur den Unterstellten Verdacht entgegengebracht werden soll; warum nicht auch den 'Leitungspositionen'?

Im Alltagsleben gilt anscheinend: In der allgemeinen Vertrauensseligkeit befremdet er die arglosen Gutmenschen. Er kann mit keinem mehr und keiner mit ihm. Da muss es nachdenklich stimmen, dass in der Süddeutschen Zeitung zum "Jahr des Misstrauens" erklärt worden ist. Durch die vielen Skandale, Irreführungen, Fakes und Lügen von Politikern, Wirtschaftsführern und 'Publikumslieblingen' sensibilisiert, sei es nun an der Zeit, eine gesunde — wieder einmal!

Aus dieser Sicht können Misstrauen und 42 Argwohn in sehr grundsätzlichem Sinn potente und wichtige Formen des Sozialkapitals darstellen" Kramer , Angesichts der Hochschätzung von Vertrauen ist es jedoch eher die Ausnahme, dass umstandslos zu Misstrauen aufgefordert wird. Etwas Differenzierungsarbeit macht es leichter: Kramer unterscheidet zwischen "rationalem" und "irrationalem Misstrauen" , Rationales Misstrauen ist gegründet auf spezifische Erfahrungen in der Interaktionsgeschichte, in der Erwartungen systematisch oder wiederholt verletzt wurden; irrationales Misstrauen ist "eine übertriebene Neigung zu Misstrauen, die sogar beim Fehlen spezifischer Erfahrungen, die es rechtfertigen oder nahelegen, entstehen kann" a.

Es ist sozusagen das Gegenstück zu Rotters generalisiertem interpersonalen Vertrauen, nämlich generalisiertes, situationsunabhängiges Misstrauen, das an Paranoia grenzen mag. Davon abzuheben wäre ein sehr berechtigtes spezielles, konkretes Misstrauen gegenüber einer bestimmten Person oder Institution.

An Misstrauen ist wohl kaum etwas auszusetzen, wenn man es wie Govier , definiert als "einen Mangel an Zutrauen confidence in den Anderen, eine Besorgnis, dass der Andere so handeln könnte, dass er einem schadet, dass er sich nicht um das Wohlergehen der Person kümmert oder dass er beabsichtigt ihr einen Schaden zuzufügen oder feindselig ist" zit.

Es wird hier nicht grundlosem generellen Misstrauen das Wort geredet, sondern an die heilsame Lehre des gebrannten Kindes erinnert, das lernen muss, Feuer nicht grundsätzlich zu scheuen, sondern kompetent mit ihm umzugehen. Misstrauen, das auf Erwartungsenttäuschung Vertrauensbruch , Verunsicherung und dem Erkennen von Werte-Inkongruenz und Doppelbödigkeit zurückgeht, kann nicht als krankhaft abqualifiziert werden. Baier schlägt einen Moraltest für Vertrauen vor, der hypothetisch die Offenlegung der Gründe für Vertrauen auf beiden Seiten fordert.

Eine Vertrauensbeziehung kann nicht fortbestehen, wenn die eine Partei die vertrauende merkt, dass die andere der vertraut wird die Beziehung auf die Furcht, die Unwissenheit oder die Rückgratlosigkeit der vertrauenden Partei gründet.

Vertrauen ist nur dann moralisch gerechtfertigt, wenn zusätzlich zu dem, auf was auch immer sonst noch vertraut wird, dem Wissen um die Gründe, warum jede Partei sich auf die andere für die Fortsetzung der Beziehung zuversichtlich verlässt, im Prinzip auch vertraut werden könnte — denn solch wechselseitiges Wissen würde selbst ein Gut sein, keine Bedrohung anderer Güter" Baier , Wenn ich wüsste, dass der Chirurg, dem ich volles Vertrauen entgegen bringe, mich operiert, weil er an mir eine neue hochriskante Technik ausprobieren will, oder eine völlig unnötige Ausweitung des Eingriffs vornimmt, um damit eine höhere Fallpauschale zu erhalten oder die Auslastung seiner Belegbetten zu sichern oder weil er wegen seiner Drogenabhängigkeit die basalen Standards seiner Profession nicht mehr erfüllen kann — würde ich ihm dann noch vertrauen?

Der "Moraltest" zielt somit auf die Herstellung von Informationssymmetrie bzw. Würde man im Unternehmen bedenkenlos dem Ruf "Vertraut doch! Muss man da einfach vertrauen? Ist das wünschenswert und vertretbar: Vertrauen ohne jede Kontrolle? Hollander hat den Begriff Idiosynkrasie-Kredit eingeführt: Damit wird angedeutet, dass im Vertrauen gleichursprünglich schon der Keim zu Misstrauen gelegt ist. Vertrauen muss erwidert und gerecht- 44 fertigt werden, Kredit muss zurückgezahlt werden.

Die Kreditwürdigkeit wird laufend geprüft. Man hat eine Reputation zu verlieren und wenn sie ruiniert ist, kriegt man gar nichts mehr geliehen. Vertrauen ist immer ein bindender Vertrauensvorschuss, der eine Informations- und Transparenzpflicht impliziert. Soweit geht es nun doch nicht!? Wie und wo ist die Grenze zu ziehen zwischen Vertrauens dus seligkeit, blindem Vertrauen, Vorsicht, gesundem Misstrauen und blankem pathologischen Misstrauen?

Letztlich ist die Frage nicht, ob Misstrauen und Argwohn gut oder schlecht sind, sondern vielmehr: Wenn sich alle immer an die Spielregeln hielten, gäbe es keinen Bedarf für Vertrauen oder Misstrauen. Nur weil wir damit rechnen müssen, dass nicht immer alles 'in Ordnung geht', müssen wir uns vorsehen.

Das Konzept 'Vertrauen' macht nur Sinn, wenn sein Gegenkonzept mitgedacht wird, und das ist nicht Misstrauen oder Kontrolle, sondern Bruch eines psychologischen, impliziten, relationalen Vertrags oder Täuschung, Betrug, Ausbeutung, Ausnutzung, Zuwiderhandeln, Defektion, Opportunismus etc. Weil es immer die Möglichkeit dazu gibt, ist es sinnvoll, sich dagegen zu wappnen. Er sagt nicht, dass jeder Mensch Opportunist sei, sondern dass man leider auf opportunistisches Handeln gefasst sein und deshalb Vorkehrungen treffen müsse, wenn man nicht selbst hereingelegt werden möchte9].

Hilfsmittel gegen Defektion gibt es genug: Ob ökonomische Akteure die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen werden und verlässlich von sich aus Verträge einhalten, um 'verantwortlich' zu handeln, ist deshalb fraglich.

Dementsprechend ist 'Vertrag als Versprechen' mit Risiken befrachtet. Aber gerade weil es so schwer ist, die Guten von den Schlechten zu unterscheiden, lohnt es sich Misstrauen zu hegen10 und dem verdanken sich, z. Alle Anderen suchen Möglichkeiten sich abzusichern ohne in Kontrollwahn zu verfallen. Sicherheit hat ihren Preis. Zu den Transaktionskosten der Erwartungsstabilisierung gehören nicht nur die unmittelbaren Kosten der Überwachung, Sanktion, Selektion und Präsentation Screening und Signaling 11, sondern auch unintendierte Nebenwirkungen wie die Erosion von Moral und Achtung weil Fremdüberwachung und Sanktionen ja das Ihre tun, sodass man selbst nichts mehr dazu oder stattdessen tun muss und Opportunitätskosten: Was könnte man sich alles leisten und erlauben, wenn man nicht misstrauisch sein müsste!

Zu wissen, dass kontrolliert wird, kann durchaus auch die Grenzmoral heben. Hegen bedeutet einzäunen, umfrieden, pflegen und kultivieren. Defekte können sich vor- und nachvertraglich zeigen, z. Die Wahl zwischen Vertrauen oder Misstrauen ist nicht zwingend. Es gibt auch die Möglichkeit, beides zwar als Kontradiktionen im Wort, nicht aber in der Sache zu sehen. Wer handelt, hat nicht die Option für entweder das eine oder das andere, er muss, wie abgestuft auch immer, beides wählen.

Damit wird Misstrauen in Vertrauen eingeführt und die Doppeldeutigkeit der Zellenbezeichnung in Abbildung 3 "Misstrauen in Vertrauen" sichtbar: Damit ist einmal die Aufforderung gemeint: Sei gegenüber der allzu unkritischen Verabsolutierung der Vertrauensforderung misstrauisch! Zum anderen aber ist eine konzeptionelle Aussage formuliert: In jedem Vertrauen steckt als Schatten und Bedingung Misstrauen. Dies lässt sich unter Anleihe bei der FührungsverhaltensForschung visualisieren.

Die polare Gegenüberstellung von Vertrauen und Misstrauen verortet jede Haltung als einen Punkt auf einer Linie und je mehr sich jemand dem Vertrauenspol annähert, desto weiter entfernt er sich vom Misstrauenspol. Vertrauen und Misstrauen als bipolares Kontinuum Die alternative Sichtweise ist ein cartesisches Koordinatensystem.

Die beiden Dimensionen Vertrauen und Misstrauen stehen orthogonal zueinander. Diese schöne neue Welt des Vertrauens existiert nicht. Aber durch 'guardians of trust' kann ihr auf die Sprünge geholfen werden. In diesen Sicherungen steckt Misstrauen — aber es dient dem Vertrauensschutz. Vertrauen in Misstrauen, sofern dieses Misstrauen bedingt und spezifisch also nicht: Dies kann vernünftigerweise nicht bestritten werden.

Sie ist eine wichtige Komponente des Sozialkapitals. Unter 'spontaner Soziabilität' versteht Kramer die "Myriaden von Formen kooperativen, altruistischen und Extra-Rollen-Verhaltens, die die Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft zeigen und durch die sie die kollektive Wohlfahrt steigern und das Erreichen kollektiver Ziele fördern" a. Sozialkapital bezeichnet den eigenständigen Wert der 'intangiblen' Ressource "Beziehungen". Diese haben Kapital-Wert, weil durch sie Handlungsmöglichkeiten eröffnet, ausgeweitet oder einfacher und besser realisiert werden können.

Ein Akteur, der über Sozialkapital verfügt, kann auf das Human- und Sachkapital sowie auf das 'Informationskapital' Dritter zurückgreifen und dadurch seine eigenen Ressourcen potenzieren. Sozialkapital kann damit unter Umständen ein Substitut für Eigentum an Ressourcen sein" Ripperger , Aber — und dies ist für die Misstrauensdiskussion von besonderem Gewicht — man darf nicht nur die assets, sondern muss auch die liabilities sehen.

Die sozialen Netze, die Vertrauen knüpft, können sich zu exklusiven Zirkeln und quasi-mafiösen Bündnissen auswachsen und abschotten von Kontrolle und Zugänglichkeit. Innerhalb dieser Netze gilt dann die informelle Norm des blinden Vertrauens: Die Insider machen alles unter sich nach ihren Regeln aus [Finanzskandale Enron, Worldcom illustrieren das ebenso wie die Fälle, in denen ausgeprägtes 'group think' politische Eliten zu extrem riskanten Manöver veranlasste Cuba-Invasion, Watergate, Irakkrieg ].

Auf diesem Hintergrund einer quasi zweiwertigen Sozialkapital-Definition ist zu fragen, ob Organisationen oder Gesellschaften überlebensfähig sind, in denen es kein Misstrauen gibt.

Demokratie beispielsweise ist ein System, das in seinem Kern auf Misstrauen beruht, weil es Gewaltenteilung vorsieht: Legislative, Exekutive und Jurisdiktion 49 sollen sich gegenseitig in Schach halten und die vierte Gewalt — kritische Medien Presse, Radio, Fernsehen, Internet — hilft zusätzlich mit, dass Vertuschungen, Lügen, Korruption, Ämtermissbrauch usw.

Und warum wählt man alle vier oder fünf Jahre ein neues Parlament? Innerhalb der Demokratie als Staatsform gibt es Einrichtungen, die als Institutionalisierung des Misstrauens angesehen werden können: Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz, Geheimdienste, Steuerprüfung, Rauschgiftfahndung, polizeiliche Verkehrsüberwachung … Warum gibt es private Rating-Agenturen, die öffentliche Banken-Aufsicht, die Kartellbehörde, Produkthaftungs- und Umweltschutzgesetze, Institutionen wie Controlling, Revision, Wirtschaftsprüfung ja, tatsächlich, Wirtschaftsprüfung!

Imaginieren wir für einen Moment eine Welt, in der es all das nicht gibt und in der alle Menschen den anderen aufs Wort vertrauen: Niemand fälscht mehr Unterschriften, betrügt, mordet, vergewaltigt, prügelt; niemand spioniert und verrät; niemand hinterzieht oder verkürzt Steuern; keiner braucht sein Haus, Zimmer oder Auto abzusperren; es gibt für Bankaufträge keine Pin-Codes und für Computer keine Passwörter mehr; illegale Drogengeschäfte und Menschenhandel kennt man nicht; im Unternehmen tut jeder nach besten Kräften was er soll und alles läuft nach Plan; die Zahlen, in denen ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit abbildet, sind wahr, vollständig und klar … Ein Paradies.

Nur schade, dass wir daraus vertrieben sind. Hat nicht Kant den berühmten drei Kränkungen durch Ptolemäus, Darwin und Freud eine vierte hinzugefügt als er gezeigt hat, dass wir nicht einmal unserer Wahrnehmung trauen können?

Sozialkapital ist wie jedes Kapital ein Wert, der sich selbst verwertet und neuen Wert schafft. Vertrauen ist ein Wert, daneben aber kann es Werte kostengünstiger und sicherer schaffen und verbraucht sich dabei nicht, sondern vermehrt 50 sich — wie vielfach gesagt und gezeigt. Aber wie steht es mit Misstrauen? Ist seine ungebremste, weil durch keine negative Rückkopplung kontrollierte Eskalation nicht explosiv? Ist der Misstrauische nicht buchstäblich unbelehrbar, weil er — eben weil er so misstrauisch ist — sich keinen Erfahrungen aussetzt, die ihn eines Besseren belehren könnten bzw.

Es kommt darauf an. Nur misstrauisch zu sein wäre vermutlich desaströs, zusammen mit Vertrauen macht Misstrauen aber eine gute Figur. Misstrauen ist ein "Intermediärer" — und zwar zeitlich, sozial und sachlich vorübergehend, selektiv, punktuell. Es ist der Schutzmechanismus, der die Überdrehung der Vertrauensspirale verhindert.

Wenn die Vertrauensbeziehung selber korrupt ist und Brutalität, Tyrannei oder Ungerechtigkeit auf Dauer stellt, dann kann Vertrauen einfältige Selbstexposition sein und das Enttäuschen oder Brechen von Vertrauen, inklusive abverlangter Vertrauenserklärungen kann nicht nur moralisch erlaubt, sondern moralisch lobenswert sein. Frauen, Proletarier und Exsklaven können die Vorteile wachsamen Misstrauens und kluger Vertrauensunwürdigkeit nicht ignorieren" Baier , Organisationen oder Gesellschaften mit Mechanismen, die einen VertrauensMissbrauch erkennen und verhindern, haben höheres Sozialkapital als jene, die "Vertrauen!

Sie können, weil der Wettbewerb der Ideen und Programme nicht unkontrolliert eingeschränkt wird, mit höherer Wertschöpfung rechnen. Aus diesem Grund müsste eine Sozialkapitalbilanz zwei Posten aufweisen: Denn nur wenn beide in "einem vernünftigen Verhältnis" was immer das sei zueinander stehen, ist die Gesamtwertschöpfung optimal was immer das sei. Bei jedem Akt des Vertrauens müsste man dieser Überlegung folgend sogleich misstrauisch fragen, ob damit nicht Beziehungen und Strukturen begründet werden, die unmittelbar oder längerfristig Ausgeschlossene benachteiligen, denn — es ist zu wiederholen — es liegt im Wesen von Vertrauen Ausgeschlossene zu produzieren.

Andere Regeln und vor allem: Gesetze gelten in Organisationen und Gesellschaften. Hier muss die privilegierte Relation, die Vertrauen stiftet, einer misstrauischen Prüfung standhalten. Weil Vertrauen kurze unbürokratische Wege geht, weil nichts dokumentiert und verbrieft wird, weil die Chemie zwischen den Akteuren eine so zentrale Rolle spielt, bestehen auch die Gefahren des Nepotismus, der Kor- 51 ruption, Kungelei und Pfründenschacherei.

Wer nit misstraut, dem ist nit zu trauen! Handbuch zur Sinnbildkunst des XVI. Weimar Metzler , Sp Organization Studies 22 2 , Baecker, Dirk Die Form des Unternehmens. Frankfurt Suhrkamp Baier, Annette Ethics 96 2 , Barber, Bernard The Logic and Limits of Trust. New Brunswick Rutgers Univ. Press Bigley, Gregory A. Staining for Shared Meaning in Organization Science: Problems of Trust and Distrust. The Dynamics of Interpersonal Trust: Resolving Uncertainty in the Face of Risk.

Cooperation and Prosocial Behavior. Cambridge UK Cambridge Univ. Press , Bradach, Jeffrey L. From Ideal Types to Plural Forms. Die Begründung von Regeln. Tübingen Mohr Butler, John K. Psychological Reports 55, Butler, John K. Toward Understanding and Measuring Conditions of Trust. Evolution of a Conditions of Trust Inventory. Journal of Management 17, Clark, Murray C. Foundations of Social Theory. Press Dasgupta, Partha Trust as a Commodity. Making and Breaking Cooperative Relations. Human Relations 13, Deutsch, Morton Nebraska symposium on Motivation.

Nebraska Press Deutsch, Morton The Resolution of Conflict. Constructive and Destructive Processes. New Haven Yale Univ. Press Fukuyama, Francis Konfuzius und die Marktwirtschaft. München Kindler Gabarro, John J. The Development of Trust, Influence, and Expectations. Communication and Understanding in Relationships. Can We Trust Trust? The Price of Distrust. Humanisierung durch den Abbau von Einflusslosigkeit — ein Beitrag aus stresstheoretischer Sicht.

Humanisierung der Arbeitswelt — Vergessene Verpflichtung? Stuttgart Kohlhammer , Golembiewski, Robert T. Theories of Group Process. New York Wiley , Govier, Trudy Is it a Jungle out there? Trust, Distrust, and the Construction of Social Reality. München dtv Haubl, Rolf Risikofaktoren des Machtgebrauchs von Leitungskräften. Weimar Metzler Höhler, Gertrud München Econ Hollander, Edwin Conformity, Status, and Idiosyncrasy Credit. Psychological Bulletin 68, Jennings, Eugene E.

Routes to the Executive Suite. Trust, Effectiveness, and Organizational Development: Ein Überblick über theoretische Ansätze. Bielefelder Arbeiten zur Sozialpsychologie Nr.

Eine Einführung in theoretische Ansätze. Theorien und empirische Befunde. The Sinister Attribution error: Paranoid Cognition and Collective Distrust in Organizations. Motivation and Emotion 18 2 , Kramer, Roderick M. Trust and Distrust in Organizations: Emerging Perspectives, enduring Questions. The Structure of Advantage and Disadvantage.

Prozessmanagement

In diesem Artikel wird erläutert, wie Sie ein Flussdiagramm erstellen, das Bilder enthält. Das Funktionsübergreifendes Flussdiagramm einen Prozess darstellt, an dem Mehr Personen beteiligten, die aus verschiedenen Abteilungen oder Funktionsbereiche kommen.

Closed On:

Die in diesem Bestand befindlichen Informationen erlangt der Vertrauende entweder durch eigene Erfahrungen oder durch Erfahrungen Dritter.

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