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Die Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (englisch United Nations Commission on International Trade Law, UNCITRAL; französisch Commission des Nations unies pour le droit commercial international, CNUDCI) hat den Zweck, die Vereinheitlichung des internationalen Handelsrechts aktiv zu fördern. Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (englisch General Agreement on Tariffs and Trade, GATT) wurde am Oktober abgeschlossen, als der Plan für eine Internationale Handelsorganisation (ITO) nicht verwirklicht werden konnte.

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Den Endpunkt dieser Entwicklung bildet die Widerrufung des Edikts von Nantes im Jahr , welche die Protestanten vor die Wahl stellte, entweder zu konvertieren oder zu emigrieren. Schliesslich musste die Seigneurie nolens volens akzeptieren, dass der Resident Frankreichs, dessen Posten ab unbefristet war, in seinem Stadthaus in G. Ihr waren mit der kontinuierl. Einschliessung der Stadt im Zug der Eroberungen des Direktoriums und mit deren militär. Besetzung eine Reihe diplomat. Zwischenfälle und schikanöser Massnahmen an der Grenze vorausgegangen.

Die Stadt, die nun in die polit. Strukturen Frankreichs eingegliedert war, teilte in dieser Zeit dessen Schicksal, namentlich beim Übergang vom Direktorium zum Konsulat - mit Bonaparte als Erstem Konsul - und bei der Proklamation des Kaiserreichs.

Die Allegorie, ein Auftragswerk der Genfer Regierung aus dem Jahr , verwendet die vom französischen Konvent beschlossenen Symbole der Republik. Die grossflächige definitive Fassung 3,85 auf 1,51 m wurde im Chor der Kathedrale Saint-Pierre angebracht. Nach der Annexion Genfs durch Frankreich wurde sie aus dem Gotteshaus entfernt. In gewissen Punkten fiel der Vereinigungsvertrag für die Genfer recht günstig aus. Auch mussten sie für die franz.

Soldaten keine Unterkünfte bei Privaten zur Verfügung stellen und für den laufenden Krieg keine Soldaten ausheben, so dass Genfer Wehrmänner erst nach dem Frieden von Amiens von einberufen wurden. Hingegen hatte die Stadt ihre Zeughäuser, ihre Artillerie und Munitionsbestände, v.

Schliesslich machte die "Vereinigung" mit der franz. Republik aus den Genfern franz. Ausser dem alten Genfer Territorium umfasste das Dep. Es wurde in drei Arrondissements unterteilt - in G. Die Stadt und ihr Territorium bildete für sich allein einen Kanton. Da sie als Gem. Als Hauptort, später als Präfektur des Departements, d. Das Appellationsgericht für Zivil- und Handelsangelegenheiten befand sich in Lyon. Nach der Annexion wurde G. Ab war es wie das übrige Kaiserreich dem franz.

Zivilgesetzbuch, ab dem franz. Handelsrecht und ab dem Strafgesetzbuch von unterstellt, was einige Anpassungen in der Gerichtsorganisation nach sich zog. Das Gesetz vom Arbeiten , die dauernd mit der Abfassung von Berichten und der Erstellung von Statistiken für die Pariser Ministerien beschäftigt waren, machte sich unbeliebt und galt als schwerfällig und ineffizient.

Obwohl die Eingliederung der alten Bischofsstadt in die Eidgenossenschaft anlässlich des hundertjährigen Jubiläums als ein Ereignis von zwingender Notwendigkeit gedeutet wurde, entsprang der Akt in Wirklichkeit einem komplexen Geflecht von oft gegensätzl. Der entscheidende Anstoss kam zudem von den Grossmächten, die nach dem Sieg über Napoleon in Paris und Wien zusammengetreten waren, um die Karte Europas neu zu zeichnen. Sie wollten die Schweiz stärken und gliederten ihr deshalb die kleine Zitadelle G.

In der Stadt stiess der Plan nicht sofort auf die Zustimmung der beiden Instanzen, die sich um die Macht stritten. Die Regierungskommission, die im Dez. Truppen und der Besetzung der Stadt durch den österr. General Ferdinand von Bubna von diesem gebildet worden war, neigte eher einem Anschluss an Frankreich zu. Dagegen erhoffte sich die selbsternannte provisor. Um ihre Gegner auszustechen und zur Wahrung der Identität der Stadt bzw.

Bevor die Republik G. Kanton werden konnte, musste sie aus der Umklammerung durch fremdes Territorium gelöst und mit der Eidgenossenschaft verbunden werden, an das ihr Gebiet bis dahin nirgends direkt angrenzte.

Zu diesem Zweck wurden ihr im 2. Pariser Frieden von die franz. Mit dem Turiner Vertrag von erhielt sie zusätzlich die Stadt Carouge sowie rund 40 Weiler und Marktflecken auf der sardin.

Durch die Abtretung dieser sog. Doch das neue Gebilde verfügte über kein Hinterland und liess sich nicht verteidigen. Man umgab es daher mit einer Zollfreizone und bezog Nordsavoyen in die schweiz. Neutralität mit ein Freizonen. Diese nicht gänzlich befriedigende Lösung war das Resultat schwieriger diplomat. Verhandlungen und eines Kompromisses. Die merkwürdige Grenzziehung entsprach der Forderung einflussreicher Genfer Ultraprotestanten, die aus Angst vor einer Gewichtsverschiebung zugunsten der Katholiken nur einen minimalen Zuwachs des Staatsgebiets zuliessen.

Wollte die Stadt ihre Eigenheiten bewahren, musste sie schweizerisch werden. Um aber schweizerisch werden zu können, musste sie den Grundsatz, dass nur Protestanten als Bürger in der Calvinstadt aufgenommen werden, aufgeben und Katholiken als Gleichberechtigte akzeptieren.

Die Haltung der Behörden wie der Bevölkerung blieben diesbezüglich während der ganzen Restaurationszeit zwiespältig. Regierung, der eine mit mehr als 6' Unterschriften versehene Petition die nötige Legitimität verschafft hatte, bestand in der Ausarbeitung einer Verfassung, welche Unruhen, wie sie im Um Letztere zufrieden zu stellen, bildete die Regierung die Institutionen des jüngsten Kantons denjenigen der Mitkantone nach.

So verkörperte der Staatsrat die Exekutive, gehörte aber zugleich dem grossen Repräsentierenden Rat, der Legislative, an. Die Ausrichtung nach schweiz. Modellen rechtfertigte aber auch Massnahmen - wie die Abschaffung des Generalrats -, die geeignet schienen, die öffentl.

Die Genfer, die jetzt zwar alle Bürger waren, besassen kein anderes polit. Recht mehr als dasjenige, einige ihrer Vertreter zu wählen. Aber selbst dieses Recht wurde durch drei in G. Als die Genfer Verfassung im Aug. Pfund , was viele Bürger von der Wahl ausschloss.

Aber schon sank er auf 25 Gulden, auf 15 und auf sieben, bevor er ganz abgeschafft wurde. Diese bedeutende Erweiterung des Elektorats widerspiegelte die Erfolge der Demokratisierung, die während der Restauration nolens volens von der Regierung zugestanden wurden. Sie gingen auf den Einfluss und die Fähigkeiten einer kleinen, mit liberalen Ideen sympathisierenden Gruppierung innerhalb der Legislative zurück.

Letztere zogen sich um aus der Regierung zurück und überliessen ihren Platz beträchtlich jüngeren Männern, die wie der Syndic Jean-Jacques Rigaud auf die Mentoren im Repräsentierenden Rat hörten und eine Politik des sog. Die zunächst nur zögerlich einsetzenden Reformen folgten während der 1.

Hälfte der er Jahre immer rascher aufeinander und führten zu einer Modernisierung der Verwaltung, der Kirchen sowie des Erziehungs- und Justizwesens.

Der Reformschub ging nicht nur auf den Generationenwechsel oder die tiefen liberalen Überzeugungen zurück, sondern entsprang auch dem Bild, das sich die führenden Männer von der Rolle ihrer Vaterstadt innerhalb der Schweiz machten. Der jüngste Kanton sollte sich seiner schweiz. Zugehörigkeit als würdig erweisen und ein Beispiel des Fortschritts sein. Bis bedurfte es dazu nicht viel, denn G. Zeit behalten und besass dadurch - zumindest bis in die Regenerationszeit - weniger konservative Rechtsgrundlagen als die übrigen Kantone.

So garantierte die Genfer Verfassung als einzige die Pressefreiheit. In diesem Zusammenhang steht der Reformschub unter Jean-Jacques Rigaud, der durch die Befürchtung ausgelöst wurde, dem polit. Ruf der Stadt als Modell einer Evolution ohne Revolution nicht mehr zu genügen. In einer Zeit, in der die Erinnerungen an noch traumatisierend nachwirkten, war der Stolz der Genfer Behörden verständlich.

Er sollte von kurzer Dauer sein. Schon bald wurde der Reformeifer durch den Rücktritt der grossen liberalen Denker und den Aufstieg konservativer Politiker an die Schaltstellen der Regierung gebremst. Dies weckte die Unzufriedenheit einer mit dem Radikalismus sympathisierenden Gruppe, der es immer schwerer fiel, ihrer Meinung Gehör zu verschaffen. Um die blockierte Situation aufzubrechen, geisselte sie die institutionelle Rückständigkeit der Republik und deren Unfähigkeit, den Mitkantonen in Sachen Demokratisierung ein Beispiel zu geben, und rief die Bevölkerung dazu auf, zu den Waffen zu greifen.

Überzeugt von ihrer Mission, innerhalb der Eidgenossenschaft als treibende Kraft zu wirken, erhoben sich die Genfer am Gewalttaten fanden nicht statt. Das Ergebnis fiel zwiespältig aus. De jure stellte die Revolution zwar die radikalen Anführer und ihre Sympathisanten vollständig zufrieden, da sie insbesondere das allg.

Wahlrecht für Männer brachte. De facto aber löste sie auf breiter Basis einen Reflex des schlechten Gewissens aus. So vollzogen mehrere polit. Wende nach rechts, während die Bürger ihre neuen Rechte dazu nutzten, konservative Vertreter zu wählen, welche die Wirkungen des Aufstands zu neutralisieren suchten. Als die Regierung zu den polit.

Vorbild wieder übernehmen könne. Bevölkerung, die Fahnenflucht der Miliz und die Hartnäckigkeit der oft aus anderen Kantonen zugewanderten Aufständischen endgültig zum Fall des Restaurationsregimes. James Fazy trat, wie er es versprochen hatte, für die Auflösung des Sonderbunds ein und nahm die Ausarbeitung einer neuen Verfassung in Angriff. Diese wurde am Sie stellte - wenn nicht der Form, so doch dem Namen nach - den Generalrat wieder her, gewährte den oft stärker politisierten Schweizern aus den übrigen Kantonen das Wahlrecht, garantierte die Glaubensfreiheit, schuf auf dieser Grundlage die letzten Privilegien ab, die der ref.

Aufbruchstimmung liess Fazy den Staatsrat alle zwei Jahre durch die Bevölkerung wählen. Diese Massnahme bescherte dem Kanton mehr als ein halbes Jahrhundert lang ein intensives polit. Leben voller Einfallsreichtum und Instabilität. Denn die häufigen Wahlen bewirkten zahlreiche Veränderungen in der Regierung.

Regierung der Wiederherstellung von der Macht fernzuhalten. Zu den radikalen Dissidenten kamen bald weitere Unzufriedene - Reaktionäre, Gemässigte oder Katholiken - hinzu, die sich in der unabhängigen Partei vereinigten und gegenseitig stärkten.

Doch seine Strategie missfiel schliesslich auf der rechten wie auf der linken Seite. Unter dem Einfluss von Antoine Carteret gelangten die Radikalen wieder an die Macht und leiteten die Episode des Kulturkampfes ein. Die breite antiultramontane Bewegung zielte auf eine totale Unterdrückung jegl. Struktur, die sich der staatl. Kontrolle zu entziehen schien, und auf eine Überhöhung der Genfer Identität ab; sie kann daher paradoxerweise als das Ergebnis einer missbräuchl.

Anwendung der Prinzipien von gedeutet werden. In weniger als zehn Jahren veränderte dieser überspannte "Kampf für die Zivilisation" die polit. Das alte Patriziat verband sich mit den Katholiken und der Landschaft in der demokrat. Partei, welche die Radikalen herausforderte.

Als selbsternannte Verteidigerin der individuellen Rechte gab sie den Anstoss zur Umwandlung des Repräsentativsystems in eine halbdirekte Demokratie. Die durch die Verfassung von entstandene Instabilität mündete eher ungewollt in die Vermehrung der Wahlkreise, in die Einführung des fakultativen Referendums , der Gesetzesinitiative , der Volkswahl der Ständeräte und des Proporzes ebenfalls Letzterer ermöglichte es neuen Kräften, die polit.

Bühne zu betreten, so der noch nicht sehr einflussreichen unabhängigen-kath. Partei einer Vorgängerin der christlichdemokrat. Volkspartei und der sozialdemokrat.

Nachdem in G. Arbeiterassoziation stattgefunden hatte, war diese Bewegung nicht mehr zu vernachlässigen. Gerade weil es die Radikalen verstanden, Anliegen der Sozialisten rechtzeitig in ihr Programm aufzunehmen und sich mit deren Kandidaten zu verbünden, waren sie ihren Konkurrenten von der demokrat. Partei im Spiel der wechselnden Regierungen, das die Jahrhundertwende prägte, überlegen. Die Demokratisierung hatte nicht nur theoret.

Sie trug wesentlich zur Besänftigung der Gemüter bei, indem sie den Minderheiten Einflussmöglichkeiten zugestand und die Ausübung des Wahlrechts versachlichte.

Denn bis anhin hatte die reine Majorzwahl der im Generalrat vereinigten Wahlberechtigten den Ausbruch von Tumulten begünstigt. Am selben Tag, als die blutigen Unruhen ausbrachen, wurde an einer diplomat. Bedeutung nicht nur auf dem Gebiet der Wohltätigkeit. Schon Ende der er Jahre machte G.

Verhandlungen weltweit von sich reden. Einerseits wurde die Stadt zum Zentrum für Konfliktregelung - beherbergte sie einen Friedenskongress und das Alabama-Schiedsgericht -, andererseits dauerte es nicht lange, bis die internat.

Dies ermöglichte es G. Als die Vertreter der eidg. Bis schickte G. Tagsatzung, darunter einige von grossem Format. Pellegrino Rossi etwa erhielt den Auftrag, eine neue Bundesverfassung auszuarbeiten. Die Genfer Delegierten, die von der Tagsatzung die Zusage erhalten hatten, dass Genf als Kanton in die Eidgenossenschaft aufgenommen würde, baten die Schweizer Kantone, Genf zu besetzen, bis dass die europäischen Mächte diesen Schritt guthiessen.

Truppen von Solothurn und Freiburg landeten darauf am 1. Juni im Hafen von Cologny. Nach der Revolution von stimmten die radikalen Vertreter G. Der Bürgerkrieg bildete das unvermeidl. Vorspiel zur Gründung des modernen Bundesstaates, für den James Fazy nach eigenen Angaben die Idee des Zweikammersystems beigesteuert haben soll. Diese Beteuerung illustriert, wie sehr sich Genfer in die nationale Politik einbrachten. Letzterer war Bundespräsident. Die begeisterte Mitarbeit verursachte aber auch Spannungen, die von unterschiedl.

Konzeptionen des Radikalismus herrührten. Schon in den er Jahren exponierte sich die Genfer Regierung, als sie die Ausweisung der polit. Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer verweigerte, zu der sich Bern verpflichtet hatte.

Dieses Unternehmen, das kläglich scheiterte, verärgerte die Bundesbehörden und brachte die Option Schweiz in Misskredit bei den Savoyern, die schliesslich der Vereinigung mit Frankreich zustimmten. Obschon der Affront einen Genfer traf, fühlte sich die gesamte französischsprachige Schweiz angegriffen. Umgekehrt trug Genf seinerseits die Empfindlichkeiten der Westschweiz von nun an mit.

Am Vorabend des 1. Weltkrieges empörte sich der Kanton wie die anderen welschen Kantone über den Gotthardvertrag von Trotz der Übereinstimmung fusste der Unmut der Genfer auf einem speziellen Grund: Der jüngste Kanton fühlte sich für seine der Eidgenossenschaft grosszügig erwiesenen Dienste schlecht belohnt und reagierte mit Verstimmung, ja mit einem Rückzug auf sich selbst.

Verfassungen der Republik geprägt wurde und auf die Eidgenossenschaft zugeschnitten war, widerspiegelt sich auch die eigene Geschichte. Der Nachhall der Vergangenheit erklärt, warum die Assimilation der Stadt in den Kanton bis dauerte. Dieser wurde durch den Staatsrat gelenkt, dessen 28 Mitglieder auf Lebenszeit gewählt waren und in sämtlichen das öffentl. Leben regelnden Kommissionen Einsitz nahmen. Zu Beginn der er Jahre hob eine Reihe von Reformen die Unabsetzbarkeit der Staatsräte auf, ohne jedoch deren gesetzgeber.

Vorrechte anzutasten; nach wie vor gehörten diese dem Repräsentierenden Rat an, der insgesamt Abgeordnete zählte.

Trotz einer gewissen Autonomie, die ihm das von Etienne Dumont nach dem Vorbild des engl. Parlaments verfasste Reglement zusicherte, fühlte sich der Repräsentative Rat immer stärker zurückgebunden. Ab versuchte er, sich auf zwei versch. Auf der einen Seite leitete die Revolution vom Die in Angriff genommene Gewaltentrennung war fünf Jahre später vollendet, ebenso die Verkleinerung der Regierung.

Rat - auf , dann auf , während in derselben Zeitspanne die Zahl der Staatsräte auf sieben reduziert wurde. Auf der anderen Seite brachte die Revolution von für G. Diese Lösung wurde durch die jüngere Geschichte vorbereitet. Herrschaft hatte das Stadtgebiet wie die umliegenden Gem.

Instanzen davon Bericht zu erstatten hatten. Während des ganzen Das erste Jahrzehnt des Wachstum, aber auch durch den Aufstieg der Arbeiterbewegung aus. Die von den Sozialdemokraten mehr oder weniger unterstützte radikale Regierung wurde von den Konservativen und in geringerem Mass von den revolutionären Gewerkschaftern bekämpft.

Der hohe Bevölkerungsanteil ausländ. Arbeiter aus den Grenzregionen und politisch aktiver Flüchtlinge übte ebenfalls einen gewissen Einfluss auf das polit. Angelegenheiten wenig in Erscheinung traten. Weltkrieg ausbrach, war G. Unmittelbar nach dem Beginn der Feindseligkeiten machte sich hier wie auch andernorts in der Westschweiz eine frankophile Stimmung bemerkbar, die insbesondere in der Presse artikuliert wurde.

Einige Intellektuelle aus dem Umkreis der Neuen Helvet. Gesellschaft äusserten deshalb bezüglich der Einheit der Schweiz ihre Bedenken, welche auch die Wahl des Genfers Gustave Ador in den Bundesrat als Nachfolger von Arthur Hoffmann nicht zerstreuen konnte. Die Kriegsjahre waren infolge des Wegzugs zahlreicher ausländ.

Arbeiter und der Schliessung der Auslandmärkte von wirtschaftl. Einem Teil der Genfer Industrie, v. Industrie, gelang es, sich zu behaupten, ja manchmal hohe Gewinne zu erzielen, indem sie sich auf die Fabrikation von Munition verlegte. Für die Arbeiterschaft hingegen kamen zum Rückgang der Reallöhne noch Rationierungen hinzu, so dass eine - wenig wirkungsvolle - Versorgungskommission eingesetzt wurde, um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen.

Der frankophile Nationalrat Jean Sigg, der der Landesverteidigung zugestimmt hatte, war aus der Partei ausgeschlossen worden. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten, die von den Behörden schlecht aufgefangenen Auswirkungen der langen Kriegssituation und die durch die Ereignisse in Russland geschürten Hoffnungen begünstigten jedoch eine gewisse Mobilisierung der Gesellschaft.

Obwohl es wegen der Teuerung zu harten Auseinandersetzungen kam, liessen sich die Genfer Arbeiter kurz vor dem Streik im Nov. Mit dem Ausbruch des Streiks stellte die bürgerl. Seite sofort Bürgerwehren auf, welche die Streikbewegung zerschlagen und ihre Entschlossenheit, den Bolschewismus zu bekämpfen, unterstreichen sollten. Unter einer neuen Generation von militanten Führern bildete sich eine radikalisierte Arbeiterbewegung heraus. Der Streik löste aber in der Genfer Gesellschaft v.

Nach dem Krieg konnte G. Dennoch blieb die Zahl der internat. Die Ausländer, die G. Sie wurden hauptsächlich durch einen Zustrom von Schweizern ersetzt, unter denen sich viele Arbeiter befanden, die das Stimmrecht besassen. Nach einer kurzen wirtschaftl.

In dieser Lage wurden zwei Sozialdemokraten in den Staatsrat gewählt, dann nur noch ein einziger. Allerdings wurden die er Jahre v. Rucks von darstellte. Die Zwischenkriegszeit war von einer sehr starken Polarisierung des polit. Der Streit um die Freizonen - Frankreich hatte einseitig die grosse Zone aufgehoben und damit einen langen Rechtsstreit ausgelöst, musste aber schliesslich die kleinen Zonen wieder herstellen - verhinderte G.

Eingliederung in den regionalen Wirtschaftsraum. Die Auseinandersetzung konfrontierte die Genfer mit der Realität ihres kleinen Territoriums, die im Gegensatz zu ihrer internat. Angesichts der Krise der er Jahre, als Arbeitslosigkeit und Elend explosionsartig zunahmen und die Behörden die Politik der Lohnsenkungen mittrugen, legten die Arbeitskämpfe an Heftigkeit zu, und die Allianz zwischen Radikalen und Sozialdemokraten zerbrach.

Die Gewerkschaften erfuhren eine Radikalisierung durch hitzige Militante wie Lucien Tronchet, Gewerkschafter im Bausektor, der einem revolutionären Syndikalismus anhing. Haltung ein, verteidigte aber in Anbetracht der Krise die Notwendigkeit einer alternativen Wirtschaftspolitik. Gewerkschaftsbewegung ihrerseits trat für den Korporativismus ein, für die Überwindung des Klassenkampfs und die gemeinschaftl. Diese Sichtweise der sozialen Frage, die den Klassenkampf negieren wollte, teilte die extreme Rechte, allerdings in einer autoritäreren Form.

Partei, spektakulär in die polit. Die Mitglieder dieser antidemokrat. Bewegung paradierten ganz nach dem Vorbild der faschist. Aufmärsche durch die Strassen. Ihre Zeitung "Le Pilori" fuhr einen durch und durch antisemit.

Kurs und ihre Parolen zeugten von einer aussergewöhnl. Die traditionelle Rechte und die Arbeitgeber fanden sich mit ihr weitgehend ab - im Namen des gemeinsamen Kampfes gegen den Sozialismus und dessen Heimat, die Sowjetunion. Kräfte verwickelten sich in Bankenskandale, v.

Mit Erfolg bekämpften sie eine sozialdemokrat. Steuerinitiative, welche die Vermögenden stärker belasten wollte. Im Gefolge der Genfer Unruhen , als am 9. Demonstration vorging und die Schiesserei 13 Tote und 65 Verletzte forderte, errangen die Sozialdemokraten in der Regierungswahl von die Mehrheit, blieben jedoch im Gr. Rat in der Minderheit.

Nachdem der Regierung die finanziellen Mittel beschnitten worden waren, ging das Experiment zu Ende. Doch die Erinnerung an diese unruhige Zeit blieb lange wach. Ab hielt die Entente nationale Radikale, Demokraten, d. Sie versuchte, ein Gesetz einzuführen, das Arbeitgeber und Lohnabhängige dazu verpflichten wollte, sich an verbindl.

Rasch liess die Entente nationale auch die Kommunist. Partei verbieten, deren Mitglieder sich daraufhin der Sozialdemokrat. Diese konnte aber nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens in der Metallindustrie vom Juli und dessen Ratifizierung auf der Ebene G.

Partei der Schweiz ausgeschlossen, weil sie den Hitler-Stalin-Pakt nicht verurteilt hatten. Nachdem diese wie die Kommunist. Partei verboten worden war, tauchten ihre Mitglieder nach dem Kriegsende in der Partei der Arbeit wieder auf. Die Union nationale unterhielt Beziehungen zu den bürgerl. Parteien und hätte, vereint in der gemeinsamen Abneigung gegen den Bolschewismus, beinahe mit den Liberalen fusioniert. Als sie im Kantonsparlament nicht mehr vertreten war, wurde das polit.

Diese Tatsache zeigt, dass die traditionellen bürgerl. Parteien nicht alle potentiellen Wähler überzeugen und für sich gewinnen konnten. Der Zeitgeist richtete sich jedoch wie in der übrigen Schweiz im Sinne der Geistigen Landesverteidigung auf Werte wie die Einheit des Landes, das polit. Zusammenstehen, den Patriotismus und die christl. Er begünstigte aber auch autoritäre Vorstellungen. In der Region wurden, u. Grenzübertritte von Flüchtlingen organisiert.

Die lokalen Behörden und einige Beamte zeigten sich aber unerbittlich und wiesen Juden zurück ihre Anzahl ist ungewiss. Auf diese Weise nahmen sie in Kauf, dass die abgewiesenen Juden in die Hände der Deutschen fielen, was den Staatsrat dazu bewog, sein Bedauern über das Geschehene auszudrücken. Im September wurden provisorisch italienische Soldaten aufgenommen, die nach dem Waffenstillstand Italiens von den Deutschen verfolgt worden waren.

Kapitulation wurde in G. Nach dem Krieg erholte sich die Wirtschaft sehr schnell. Neue Arbeiterproteste brachen aus, v. Alle wollten vom sich abzeichnenden Wohlstand profitieren. Offenbar hatten die unteren Volksschichten das Verbot der Kommunist. Zudem verlieh der grosse Beitrag der sowjetruss. Letztere hielt sich trotz einer Krise in den er Jahren nach dem Rücktritt Nicoles und einem gewissen Niedergang in den 80er Jahren in der polit.

Nach verfügten die bürgerl. Parteien im Gross- wie auch im Staatsrat durchgehend über eine breite Mehrheit, obschon ein, später zwei Sozialdemokraten regelmässig in der Regierung sassen. Sitz und hiess in der Folge auf ihrem Territorium eine grosse Zahl internat. Die günstige Konjunkturlage und der sich daraus ergebende Wandel führten auch bei den Bürgerlichen zu einer Neuausrichtung der polit. Es ging nun darum, das Wachstum zu lenken, indem die für die Ansiedlung neuer Industrien und Dienstleistungen notwendigen Infrastrukturen bereitgestellt wurden.

Die er und 60er Jahre bildeten die Bühne für einen immensen Wirtschaftsaufschwung, der einen neuen Zustrom von Einwanderern, aber auch eine soziale Öffnung brachte. Vernier im Stadtbild und auf dem kant. Gebiet tief greifende Veränderungen. Orten der Genfer Peripherie entstanden Industriezonen: Regierungsmehrheit erwiesen sich als sehr ideenreich, wenn es darum ging, Antworten auf die Bedürfnisse der Wirtschaft und Gesellschaft zu finden, so etwa beim sozialen Wohnungsbau.

Sie vertrat damit die Interessen des stark expandierenden Mittelstands. Nachdem die Frauen nach langem Kampf die polit. Ebene errungen hatten, erlitten die Radikalen in den Wahlen von eine harte Niederlage. Bewegung der rechtsextremen Vigilance nahm Einsitz im Grossrat sie errang noch neun Sitze, verschwand jedoch Im Gefolge des Mai entstanden innerhalb der Jugend neue polit.

Bereich, und neue Themen wie Feminismus, Antimilitarismus und Ökologie wurden lanciert. Links der Partei der Arbeit wurden verschiedene kleine Gruppierungen politisch aktiv. Diese Entwicklung verlief parallel zu einer Liberalisierung der Sitten und im Einklang mit einer progressiveren Geisteshaltung. Allerdings verschoben sich im Genfer Kantonsparlament die Gewichte bis zur Entstehung der Grünen Partei acht von Sitzen nur unwesentlich.

Während die Generation der dreissig Jahre anhaltenden Hochkonjunktur hemmungslos gebaut und an die Perspektive eines Kantons von ' Einwohnern geglaubt hatte, sah sich diejenige der letzten Jahrzehnte des Parteien zum ersten Mal in der Nachkriegszeit alle Sitze im Staatsrat. Das Experiment scheiterte und mündete vier Jahre später in die Wahl einer Regierung, die nur noch vier Bürgerliche aufwies darunter mit der Liberalen Martine Brunschwig Graf die erste Frau.

Allerdings verlor sie aufgrund der Sperrklausel alle Sitze im Gr. Unter der Vorherrschaft der Liberalen Partei näherten sich die Standpunkte der bürgerl. Die Genfer Politik wird jedoch immer wieder von einem konstanten Druck seitens rechtsextremer Gruppierungen geprägt, die manchmal aus Wirtschaftskreisen Unterstützung erhalten, um die Steuern zu senken oder die Rolle des Staates zurückzubinden.

Volkspartei, die auf Grund ihres traditionell agrar. Charakters bis anhin in G. Lager siedelt sich auch das gegr. MCG an, das zur zweitstärksten Fraktion im Kantonsrat avancierte. Wurden zwei der insgesamt acht Sitze G. Zu Beginn des Das Abstimmungsergebnis zur Armeeabschaffungsinitiative vom Nov. Erneut befand sich G. Genfer Dualismus, nämlich die Öffnung zur Welt im Gegensatz zur realen Eingliederung in einem auf sich selbst zurückziehenden nationalen Raum, zum Ausdruck kam.

Union forderte, in G. Seit gliedert sich der Kt. Bauten, Inneres, Volkswirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen, Militär , deren offizielle Bezeichnungen und Zuständigkeitsbereiche sich immer wieder verändert haben. Im Vergleich zu den anderen Kantonen weisen die öffentl.

Dies lässt sich darauf zurückführen, dass die Bedürfnisse eines kosmopolit. Stadt- und Grenzkantons besonders vielfältig sind und die Bevölkerung entsprechende Erwartungen hegt. Die Staatsausgaben für das Personal stiegen ab Ende der er Jahre stark an, v. Belastung, mit der sie eng verknüpft ist.

Im letzten Viertel des Dienstes für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Qualität der Dienstleistungen die Politik und lösten eine breite Debatte über die Rolle des Staates und sein Image aus. Die starke Zunahme der Budgetdefizite und die Verschuldung der öffentl. Hand während der Krise zu Beginn der er Jahre verursachten ebenfalls heftige Kontroversen und mündeten nach der Annahme einer Volksinitiative der Liberalen Partei in Steuersenkungen zur Ankurbelung der Wirtschaft.

Die letzten Jahre brachten wieder beträchtl. Defizite, und die Auseinandersetzungen sind von neuem ausgebrochen. Mit der Eingliederung ins Dep. Begünstigte die neue Konstellation die Verbreitung der Ideen der lokalen Agronomen sowie ihrer Experimente auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der Ansiedlung von Merinoschafen, hielt sie doch zu wenig lang an, um echte Beziehungen zwischen den Genfern und den kath.

Bewohnern des übrigen Departements entstehen zu lassen. Wie schon in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten wurde die Genfer Wirtschaft auch unter der franz. Die vom Direktorium, dann von Napoleon ergriffenen Massnahmen schränkten den Import von Rohstoffen ein und behinderten die Exporte schwer. Einfuhrzölle und -verbote, die darauf abzielten, England zu schaden, die franz. Manufakturen zu bevorzugen und aus dem Güterverkehr Geld abzuschöpfen, kümmerten sich wenig um die Bestimmungen des Vereinigungsvertrags von , der die Genfer von Steuern befreit und ihnen den freien Verkehr ihrer Produkte in Frankreich zugesichert hatte.

Es ging ganz einfach darum, die Genfer um ihre Vorteile im Kommissions- und Lagerhandel zu bringen: Die Periode ist u. Bijouterie- und Uhrenrohwerkunternehmen blieb die Fabrique schlechten Marktbedingungen unterworfen. Ihre Produktion verursachte zu hohe Kosten. Obschon sie vom Zunftsystem, das ihr verboten hatte, auf der Landschaft arbeiten zu lassen, befreit war, produzierte sie in städt.

Kleinbetrieben mit beschränkten Mitteln. Aus der Abschaffung der Grenzen, die sie vorher von den Zentren der Uhrenrohwerkherstellung im Arvetal und im Pays de Gex abgeschnitten hatten, zog sie keinen Vorteil.

Nur die Baumwollindustrie profitierte von der Ausweitung des Genfer Wirtschaftsraums. Zusammengefasst in grossen internat.

Kommanditgesellschaften, griffen ihre Patrons manchmal auf die leicht auszubeutenden ländl. Savoyens und auf Gebäude aus dem Besitz religiöser Orden zurück, die während der Franz.

Revolution konfisziert worden waren. Auf Grund der napoleon. Kriege, der Kontinentalsperre und der hohen Rohstoffpreise sah die ökonom. Bilanz dieser Jahre jedoch düster aus: Die verschiedenen sozialen Gruppen, aus denen sich zu Beginn des Während eine begüterte Minderheit ihren mondänen Lebensstil beibehielt und vom neuen Regime profitierte, litt die Mehrheit der Bevölkerung unter der Wirtschaftskrise, der Steuerlast und der militär.

Einberufung, der man sich nur durch die Bezahlung eines Ersatzmannes entziehen konnte. Auch wenn offener Widerstand die Ausnahme bildete, so drückten die Genfer doch in den Salons und Vereinen hinter vorgehaltener Hand ihren Unmut aus über das Tragen der Trikolorenkokarde, die Abschaffung der Wappen und bestimmter lokaler Bräuche, die zahllosen Militärparaden und Ruhmesfeiern zu Ehren der franz.

Unter dem Konsulat verlor G. Nachdem sich die ref. Kirche während des Direktoriums in einer Rückzugsposition befunden hatte, fand sie dank des Gesetzes über die Organisation der Kulte von zu ihrer traditionellen Rolle zurück.

Das Gesetz von verkündete Napoleon zur gleichen Zeit wie das Konkordat, das in Frankreich die kath. Die ab aus der Stadt verbannten Juden erhielten und ebenfalls eine Regelung für ihren Kultus.

Im Ausland war G. Als Napoleon die kaiserl. Universität gründete, gewährte er der Stadt die besondere Gunst, ihre Akademie als unabhängige Institution mit mehreren Fakultäten und zwei vorbereitenden Schulen Recht und Medizin zu behalten. Die Bevölkerung des Kt. Rückgang unter der franz. Herrschaft in einem bis dahin unerreichten Ausmass.

Zwischen und stieg sie von 31' auf ' Einwohner an, von denen drei Viertel in der Stadt wohnten waren es ' Einwohner, davon ' in der Stadt G. Dieser Zuwachs vollzog sich in mehreren Wellen, die der polit. Der erste "Sprung" fand unmittelbar nach den Verträgen von und statt.

Die Eingliederung in die Eidgenossenschaft löste einen anhaltenden Zustrom von Schweizern aus den übrigen Kantonen aus. Sie alle wurden von der Aussicht auf Arbeit angezogen, welche die grösste Stadt des Landes zu bieten versprach. Während der Restauration verdreifachte sich dieser Zulauf, und um zählte man fast 10' Schweizer, die sich in G.

Diese Zahl entsprach damals zwei Dritteln aller Einwanderer. Franzosen und Immigranten aus dem Königreich Sardinien nach G. Nach der Revolution der Radikalen von verstärkte sich der Zuzug. Die Regierung begünstigte die Niederlassung jener, die vor den Repressionen von flohen.

Obwohl es sich dabei um eine kleine Gruppe handelte, übte sie einen grossen Einfluss aus. Dank der Ausstrahlung einiger ihrer Mitglieder und der Klugheit der Regierung, die deren Fähigkeiten zu nutzen verstand, festigte G.

Dieses Image bestand nicht zu Unrecht, denn zwischen 15' Ausländer auf 64' Einwohner, d. Veränderungen wären ohne die tief greifenden urbanist. Massnahmen, die mit der Öffnung der bis dahin in ihren Festungswerken eingezwängten Stadt einhergingen, nicht möglich gewesen.

Das Abtragen der Befestigungen verwandelte G. Zitadelle in eine moderne Stadt, die sich dank der Eisenbahn, des Baus eines weitläufigen Tramnetzes km und einer entsprechenden Wirtschaftsentwicklung weiter ausdehnte. Diese positive Einschätzung rührte ohne Zweifel von einer Hebung des Lebensstandards her, die in erster Linie auf der wieder gewonnenen Stärke der Fabrique gründete. Das Urteil verschweigt hingegen die letzte Versorgungskrise G.

Es unterschlägt auch das Schicksal der Indienneunternehmen, die zwischen und verschwanden. Und schliesslich vergisst es die Depression im Baugewerbe und in einigen Handwerkszweigen zu Beginn der er Jahre.

Ein Jahrzehnt später war selbst die Uhrenindustrie zweimal von einer Krise betroffen, und zwar zuerst um , dann während der schweren Rezession, die den ganzen Kanton erfasste. James Fazy gelang es, letztere Krise zu meistern, indem er die Opfer der Wirtschaftsdepression für das staatl. Projekt des Abtragens der Befestigungen einsetzte.

Er nutzte die durch den Abbruch angestrebte Öffnung, um den Rückstand G. So wurde die Stadt mit Lyon und Yverdon verbunden. Eisenbahnnetz einzugliedern, da etwa das Projekt des Col de la Faucille scheiterte.

Darüber hinaus förderte Fazy die Gründung von Kreditbanken. Um den wachsenden Bedarf der Genfer Industrie an Elektrizität zu decken, wurde entschieden, an der Stelle der alten Mühle von Vernier an der Rhone ein Flusskraftwerk zu bauen. Dieses erste grosse Flusskraftwerk Europas wurde abgebrochen und durch das leistungsfähigere Kraftwerk von Verbois ersetzt. Vor dem Hintergrund einer allg.

Konjunkturerholung führten all diese Massnahmen zu einem neuerl. Wachstum der lokalen Wirtschaft. Während rund zwanzig Jahren erlebte der Kanton einen Aufschwung, der sich in der glanzvollen Entwicklung der Fabrique und einer aussergewöhnl. Innovationsfreudigkeit der Industrie widerspiegelte. Nachdem der Aufwärtstrend in den er Jahren von der schweren Rezession gebremst worden war, setzte er erst wieder an der Wende zum In der Uhrenindustrie fiel der Konjunktureinbruch der er Jahre mit strukturellen Problemen zusammen.

Da sie sich auf die Herstellung von Qualitätserzeugnissen ausgerichtet hatte, behauptete sie sich auf dem Gebiet der Massenproduktion nur schlecht, sodass angesichts der amerikan.

Konkurrenz der langsame Niedergang nicht mehr aufzuhalten war. Die Indienneherstellung und die Fabrique wurden durch neue Wirtschaftszweige ersetzt. In der Restauration lebte der Tourismus auf. Weltkrieges kamen weitere Firmen hinzu, u. Trotz dieser Dynamik verlor der 2. Sektor - nach stetem Rückzug aus der Landwirtschaft, was der klassischen sektoriellen Verschiebung in den grossen Städten entspricht.

Die Stella produzierte sie bis Obschon der soziale Wandel in Genf mit demjenigen in den anderen Kantonen durchaus vergleichbar ist, darf nicht vergessen werden, dass es auch spezif. In zugespitzter Weise liesse sich sagen, dass sich die Bevölkerung in mehrere Kategorien gliederte, die sich das kant. An der Spitze der Gesellschaftspyramide befanden sich die Notabeln, die sich an den breiten Strassen rund um die Kathedrale und entlang der Rhone niedergelassen hatten.

Familien oder als gut verheiratete Erben von Unternehmern, die in den napoleon. Abenteuern zu Reichtum gekommen waren, beherrschten sie bis in die er Jahre die Schaltstellen des Staates. Mit den übrigen Mitbürgern hatten sie kaum Kontakt, ausser vielleicht mit den Bauern, welche die Güter ihrer Sommerlandsitze bewirtschafteten, und den Kaufleuten und Vertretern der freien Berufe, mit denen sie im Repräsentierenden Rat, später im Gr.

Rat verkehrten, wo Letztere immer zahlreicher wurden. Dieser obere Mittelstand, der in der Unterstadt wohnte, übernahm die Macht und behielt sie bis zu Beginn des Auf den gegenüberliegenden Uferhängen wohnte eine heterogene Bevölkerung von Kleinhandwerkern, Ausländern und Prostituierten.

Bild zeigte sich in den Vorstädten. Noch weiter vom Stadtgebiet entfernt lebten die Bauern. Trotz der sozialen, konfessionellen und hist. Unterschiede wies die Gesellschaft als Ganzes eine innere Bindung auf. Gleich welcher Herkunft fanden die Genfer in einem äusserst starken Bewusstsein ihrer Würde als Menschen zusammen. Zu Beginn der Restauration manfestierte sich dieser - noch von keiner polit. Gruppe für sich vereinnahmte - Stolz nur in einigen unbedeutenden Unruhen.

Geschickt instrumentalisiert von den Radikalen, ermöglichte er die Revolutionen von und Schliesslich wandelte er sich, angereichert mit franz. Fourierismus und Idealen der dt. Sozialdemokratie sowie verstärkt durch den Zustrom von Arbeitern, die von der Öffnung der Stadt angezogen worden waren, zu einer sozialkämpfer. In diesem für neue Ideen und für die gegr. Arbeiter-Assoziation aufgeschlossenen Klima brach ein Generalstreik im Baugewerbe aus, dem bald viele weitere folgten.

Die Kampfbereitschaft fand ihren Höhepunkt, als im ganzen Kanton - zum ersten Mal in der Schweiz - die Arbeit niedergelegt wurde. Im Prinzip jedoch suchte die Regierung jeweils nach einvernehml. Staatsrat der Schweiz zu werden. Überdies passten die Behörden die Gesetzgebung an, indem sie ab Arbeitsgerichte schufen und vor dem übrigen Europa den Gesamtarbeitsverträgen Gesetzeskraft verliehen.

Mit diesem Vorsprung gingen ein beachtl. Stand des Schulwesens und vielfältige konfessionelle Spannungen einher. Zerfall des konfessionell-kulturellen und somit identitätsstiftenden Fundaments von G.: Wurden die Pastoren von der er Verfassung noch privilegiert, verloren sie um einen Teil ihrer Vorrechte im Schulwesen und behielten nur noch ihre Befugnisse auf dem Gebiet der Theologie und Seelsorge. Einer der Gründe für den Bedeutungsverlust lag im Aufkommen der Erweckungsbewegungen. Nach der Restauration fand diese von der Romantik durchdrungene Bewegung, die für einen weniger rationalistischen, dafür mehr verinnerlichten Glauben eintrat, ihre Anhänger zuerst in den Unterschichten, bevor sie auch zahlreiche Notabeln gewann.

Die fehlende Einheit der Lehre innerhalb der ref. Institutionen erklärt, weshalb diese einer ernsthafteren "Bedrohung", nämlich dem Katholizismus, so schlecht standhielten. Die Wiedereinführung des Katholizismus in G. Herrschaft erfolgt war, wurde de jure durch den Eintritt der Republik G. In Regierungskreisen löste der Vorgang eine immense Furcht aus.

Sie fand ihren Niederschlag in der minimalen territorialen Vergrösserung des Kantons, in der erfolgten Einverleibung der neu erworbenen Pfarrgemeinden in eine schweiz. Diözese, jener von Lausanne Diözese von Lausanne und G. Regelungen, die darauf abzielten, die polit. Rechte der Katholiken einzuschränken und Mischehen zu fördern. Die Persönlichkeit des kath. Wählerschaft trugen in den er Jahren zur Beruhigung des religiösen Klimas bei und wurden die beiden Konfessionen rechtlich gleichgestellt.

Gemeinschaft durfte ab einen "privaten Kultus" feiern, eine israelit. Gemeinde gründen und eine Synagoge errichten. Nachdem die Reformierten in die Minderheit geraten waren Er verantwortete mit seinem Bestreben, die alte Diözese von G. Ab erliessen die von Antoine Carteret geführten Radikalen versch. Gesetze mit dem Ziel, die röm. Kirche durch einen unter der Aufsicht des Staates stehenden Kultus zu ersetzen. Zu diesem Zweck gründeten sie die Eglise catholique nationale Christkatholische Kirche.

Auf Bundesebene führte die Auseinandersetzung schliesslich zur Ausweisung von Mermillod und zum Abbruch der diplomat. Beziehungen mit dem Hl. Stuhl, auf lokaler Ebene rief sie bei den romtreuen Katholiken heftigen Widerstand hervor. Allerdings bewirkte Letzterer nur die Beschneidung des Einflusses der Katholiken, denn kam es in G. Wie der Abschluss des Konflikts zeigt, standen sich im Kampf, der G. Dies lässt sich auch an der Entwicklung des Bildungswesens ablesen.

Die Revolution der Radikalen beschleunigte die konfessionelle Neutralisierung. Bezeichnenderweise wurde , mitten im Kulturkampf, das Obligatorium für den Primarschulunterricht ab dem 6. Lebensjahr erlassen und die Akademie in die Universität Genf umgewandelt, die zusätzlich zur theol. Fakultät eine medizinische erhielt. Die Schule steht nicht nur für die Laizisierung der Gesellschaft, sondern auch für deren "Nationalisierung". Vom Einfluss der Pfarrer befreit, vermittelte der Unterricht immer mehr Wissen über die Eidgenossenschaft.

Patriotismus durchdrang auch die zahlreichen Genfer Vereine, deren Zahl sich während des ganzen Village suisse eindrücklich präsentiert wurden. Letztere zelebrierte den Beitritt als ein Ereignis, das sich nahtlos - wenn nicht gar zwingend - an die eigene Geschichte anschloss. Die Wohnbevölkerung des Kantons wuchs unaufhörlich. Von ' Einwohnern im Jahr stieg sie auf ' im Jahr und umfasste ' Personen.

Der Ausländeranteil in G. Die Zwischenkriegszeit zeichnete sich durch einen Zustrom von Schweizern aus den übrigen Kantonen aus, während sich die Zahl der ausländ. Bevölkerung halbierte und während des 2.

Weltkrieges den tiefsten Stand Zentrum veranlasste ebenfalls viele Leute aus der ganzen Welt, im Kanton ihr Quartier aufzuschlagen. Kategorien Diplomaten und ihr Hauspersonal sowie Angestellte internat. Ab den er Jahren nahm G. Flüchtlinge auf, von denen sich einige dauerhaft niederliessen. In den er und 90er Jahren kamen Asylsuchende hinzu, die vor Krieg oder materieller Not aus ihrem Herkunftsland geflohen waren.

Auf Grund der Gesetzgebung des Bundes konnten aber nur wenige bleiben - selbst dann nicht, wenn sie gut integriert waren. Die Migrationsbewegungen liessen mehr und mehr eine mosaikartig zusammengesetzte Genfer Bevölkerung entstehen, deren multiethn. Charakter heute das kulturelle Leben stark bestimmt und das soziale Gepräge der Stadt und der benachbarten Gem.

Sie verursachen aber angesichts des begrenzten Raums und des Widerstands gewisser Kreise gegen das verdichtete Bauen auch häufig wiederkehrende Spannungen auf dem Wohnungsmarkt. Gebiete und die Agrarproduktion nicht vernachlässigt werden. Der Anteil des Agrarsektors an der gesamten Wirtschaft ging jedoch kontinuierlich zurück und ist heute verschwindend klein geworden, nachdem er noch zu Beginn des Bewegte sich in G. Sektor Beschäftigten über dem schweiz. Dieser postindustrielle Zustand mit dem Gros der verbleibenden Produktionsstätten in der Maschinenindustrie Charmilles Technologies , der Uhrenbranche Patek Philippe und der Chemie rührt sicherlich von den Auswirkungen der jüngsten Rezessionen her, erinnert aber auch daran, dass seit dem Dessen Entwicklung gründete neben den öffentl.

In den letzten Jahrzehnten des Im Zug der allg. Wirtschaftsentwicklung wurde in G. XX regelt allgemeine Ausnahmen. In dieser Zeit gab es acht mehrjährige Verhandlungsrunden u. Diese kontinentübergreifenden Treffen nahmen in Havanna Kuba ihren Anfang. Es stellte sich heraus, dass GATT das einzige multilaterale Instrument war, um den internationalen Handel kontrollieren zu können. In den Anfangsjahren konzentrierten sich die Handelsrunden auf Senkung der Zölle.

In den 70ern stellte die Tokio-Runde den ersten bedeutenden Versuch dar, sich internationalen Handelsbarrieren zu widersetzen. Die Tokio-Runde — stellte einen ersten Versuch dar, das internationale Handelssystem zu reformieren. An diesen Verhandlungen beteiligten sich Länder. Es wurden Bemühungen fortgesetzt die Handelszölle weiter zu senken.

In anderen Verhandlungsschwerpunkten traten Unstimmigkeiten zwischen den Teilnehmern auf. Ein Streitpunkt war die Reformierung des landwirtschaftlichen Handels. Dennoch einigte man sich über eine Reihe von Abkommen, die zollfreie Staatsgrenzen betrafen. Diese nicht akzeptierten Abkommen waren nicht multilateral und wurden inoffiziell als Codes bezeichnet. Mehrere Codes wurden in der Uruguay-Runde überarbeitet und in multilaterale Verpflichtungen umgewandelt.

Das verabschiedete Arbeitsprogramm wurde zur Basis der in Uruguay verhandelten Agenda. Sie beinhalteten ausstehende handelspolitische Probleme.

Das Handelssystem wurde auf mehrere neue Bereiche ausgedehnt, um den Handel in den sensiblen Bereichen Landwirtschaft und Textilindustrie zu verbessern. In diesen Gesprächen konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Am Ende der Verhandlungen stand ein Paket von Beschlüssen fest. Um die Entwicklungsländer zu fördern, wurden Zugeständnisse in der Markttransparenz für tropische Produkte gemacht.

Zur schnellen Beseitigung von Streitigkeiten unter den Handelspartnern wurden ein Konfliktsystem sowie ein Prüfmechanismus für die Handelspolitik eingeführt. In landwirtschaftlichen Fragen wurden dagegen kaum Ergebnisse erzielt, und man beschloss, die Gespräche später fortzusetzen. General Agreement on Trade in Services.

Der Entwurf wurde zur Basis für den endgültigen Beschluss. Es dauerte bis zum Dezember , bis jedes Problem gelöst wurde und die Verhandlungen über den Marktzugang von Gütern und Dienstleistungen endeten. Das Abkommen wurde am April in Marrakesch Marokko von den Abgeordneten der teilnehmenden Staaten unterzeichnet. Nach etlichen Verhandlungsrunden gilt die Doha-Runde seit als gescheitert. Die im Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen beschlossenen Aktionen stellten lediglich ein Provisorium dar.

Von wem wird die "Antifa" ("Antideutsche") in der "BRD" gesteuert?

Der eigens entwickelte Ehrenkodex der Produzenten, der die Qualität sowie die Herkunft aus der Region sicherstellt.

Closed On:

Da hat alles reibungslos funktioniert. Ob bei Vorhaben der Stadtteilsanierung, bei der Stromtrassenführung oder bei kommunalen Verkehrsprojekten:

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