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Die krummen DM-Preise und die ab 1. Januar gängigen Euro-Preise an vielen Waren zeugen davon Foto unten. Interessant ist, dass die Häuserfront links die Jahrzehnte fast unverändert überstanden hat. Die beiden Jungen links und in der Mitte tauchen in einer Art Zeitsprung in der Jetzt-Zeit auf — neben Autos, von denen sie nicht einmal träumen konnten. November ist für die Innenstadt ein bedeutender Tag: Damit geht auch die gut zweijährige Umbauzeit des Berliner Platzes zu Ende. Eines der bedeutendsten Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte in der City ist beendet links der Kaufland-Bau im Juni Es ist aber auch längst überfällig.

Denn die Versorgung der Innenstadt-Bewohner mit alltäglichen Waren ist miserabel. Vor allem ein ausreichendes Angebot an Lebensmitteln wird von vielen City-Bewohnern vermisst. Menschen ohne Auto sind aufgeschmissen. Nach langwierigen Verhandlungen über die Umgestaltung des Berliner Platzes, seine neue Randbebauung und die anzusiedelnden Firmen rollen im Sommer die Bagger an.

Zunächst wird das Hallenbad von abgerissen oben , es folgen die Bereiche direkt auf dem Berliner Platz. Im Oktober ist der neue Platz schon wieder begehbar. Der beliebte Wochenmarkt, der Anfang zum letzten Mal auf dem Berliner Platz stattfindet, wird aber — trotz aller gegenteiliger Beteuerungen vieler Bottroper Politiker — nicht wieder zurückkehren.

Bis heute ist der Markt ein Provisorium mit frei liegenden Kabeln und sonstigen Unannehmlichkeiten, die dem Ansehen des Wochenmarktes durchaus geschadet haben. Dafür ist am Berliner Platz ein Versor-gungszentrum entstanden, das das Leben in der City durchaus verbessert hat und das bis heute gut angenommen wird Fotos links, rechts. Dazu tragen vor allem das örtliche Management und die Mitarbeiter von Kaufland bei. Selbst nach zwei Jahren funktioniert der hervorragende Service noch so gut wie am ersten Tag, als am November die Kunden ins Kaufland drängen unten.

Heute soll der reparierte Berliner Bär wieder auf dem Berliner Platz aufgestellt werden. Das meint jedenfalls die Stadtverwaltung.

Derartige Ankündigungen gab es in den vergangenen Monaten schon mehrmals — ohne dass etwas geschah. Zunächst ging die Stadt in die Schmollecke, streckte vor den Bärenschändern die Waffen und erklärte, den ramponierten Bär — ein Geschenk der Partnerstadtbezirks Berlin-Mitte — abzubauen und einzulagern. Zurück bleibt bei vielen Bürgern Enttäuschung und Wut. Es ist ein schwarzer Tag für die Demokratie und die Chancen-gleichheit.

Ich halte die Rede von Gerber für sehr bemerkenswert und dokumentiere sie hier. Sie geht nicht nur auf die Geschichte der wichtigen Kultureinrichtung ein, sie steht auch für Klartext, der im Bottroper Rat sonst Seltenheitswert hat.

Den Büchern ihr Ort, an dem in ihnen gestöbert und gelesen werden konnte. Die Trümmer des Krieges wurden schneller beseitigt, als der braune Sumpf. Es galt die geistige Hinterlassenschaft des Faschismus aus den Köpfen zu verdrängen. Gesellschaftlicher Aufbruch und Demokratie gelingen nur wenn Menschen sich bilden, ihre Fähigkeiten ausprobieren und entwickeln können.

Dabei sind Bücher ein unverzichtbarer Begleiter und Förderer menschlicher Emanzipation. Sprach- und Lesekompetenzen sind der Schlüssel für die Persönlichkeitsbildung junger Menschen; das Fundament für Bildung, Beruf und gesellschaftliches Engagement. Dies kann nur gelingen, wenn das Fundament breit und stabil ist. Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund fühlen sich hier wohl und kommen gerne. Wenn gewünscht, helfen die Ehrenamtlichen auch bei Hausaufgaben.

Diesen Kindern wird mehr genommen als eine interkulturelle Begegnungsstätte. Ohne Sprach- und Lesekompetenz gibt es keine Chance auf einen hochwertigen Schulabschluss. Damit wurde bereits in den siebziger und achtziger Jahren von den Mitarbeiterinnen in den Zweigstellen Eigen und Boy in Kindergärten, Schulen und Seniorenzentren begonnen.

Später, nach etlichen Kürzungen und Sparbeschlüssen, wurden Öffnungszeiten und Personal in den Zweigstellen reduziert. Auch die stadtteilbezogene Bibliotheksarbeit litt darunter.

Der Weg zur Lebendigen Bibliothek im Kulturzentrum ist gerade für Kinder sowie ältere Bürger, die bisher die Bücherei-Zweigstelle aufgesucht haben, entweder zu weit und beschwerlich oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu teuer.

Bei den künftigen Spardiktaten die uns bevorstehen wird auch diese Bibliotheksarbeit langfristig keinen Bestand haben. Das Projekt Innovation City droht zu scheitern, weil die Menschen bisher völlig ungenügend in dieses Vorhaben eingezogen sind. Dass es auch anders geht, zeigt die Stadt Herten. Dort steigen die Besucher- und Ausleihzahlen bei einer vergleichbaren Sozialstruktur wie im Bottroper Süden. Dabei geht es der Stadt Herten finanziell nicht besser als Bottrop.

Dort werden jedoch die politischen Prioritäten anders gesetzt. Sie hätte heute gerne an der Ratssitzung teil genommen. Als Ehrenamtliche ist es ihr jedoch heute wichtiger, als Lesepatin mit den Kindern zu lesen und sich an ihrem letzten Tag von den Kindern zu verabschieden. Sie hat mich gebeten, Ihnen mitzuteilen, dass sie mit dem heutigen Tag aus Protest ihre bisherige ehrenamtliche Tätigkeit für die Bibliotheksarbeit beendet.

Das kann nicht oft genug wiederholt werden. Ein strahlender Start vor einem Jahr…. November knallen im Rathaus vermutlich die Sektkorken: Bottrop und sein Oberbürgermeister Bernd Tischler haben es geschafft. Auch bei vielen Bürgern verbreitet sich Aufbruchstimmung. Endlich könnte aus ihrer Stadt, aus dieser grauen Maus an der Emscher, eine Vorzeigestadt werden. Es soll binnen zehn Jahren zur bundesweit bekannten Niedrig-Energie-Stadt umgebaut werden.

Doch jetzt, nur ein Jahr später, ist bei vielen Bottroper Bürgern die Euphorie verflogen. Ernüchterung und Enttäuschung haben sich breit gemacht. Sie haben in nur 12 Monaten einen einzigartigen Marketing-Flop hingelegt.

Ich kann das nicht mehr hören! Dass es soweit gekommen ist, hat viele Gründe. Ein Zehntel der Zeit für Innovation-City ist um, aber die Projekt-Verwalter haben sich bisher vor allem mit sich selbst beschäftigt. Der Aufbau der Grundstrukturen für das Projekt dauert viel zu lange…. Erst ein Jahr später wurde ein Info-Zentrum fertig.

Doch das liegt fernab von Bernotats Marktplatz am abseits gelegenen Hauptbahnhof und wird — kein Wunder — kaum angenommen. Als Notlösung sollen nun minimal ausgebildete Hilfskräfte als Vertreter durch die Häuser tingeln, um Innovation-City bekannt zu machen. Sie dürften schnell das Image von Drücker-Kolonnen bekommen — eine weitere Marketing-Pleite zeichnet sich ab.

Gemessen an der Flut von Pressemitteilungen, die seit November verbreitet wurden, müssten Innovation-City-Details längst bekannter sein. Doch auch das hat nicht geklappt. Die Schwemme von Infos hat eine Übersättigung bewirkt. Man konnte ja zeitweise kaum noch eine Lokalzeitung aufschlagen, ohne die x-te Pressemitteilung zum x-ten Mal vorgesetzt zu bekommen.

Dass eine Heizungsfirma die älteste Bottroper Heizung sucht, war wochenlang für die Medien offenbar mit das wichtigste Thema in der Stadt. Das stumpft ab, das verärgert, das schadet dem Projekt. Für diese Art von Marketing-Fehlern haben die Innovation-City-Verantwortlichen in den vergangenen Monaten reichlich Beispiele geliefert und damit immer mehr Bottroper abgeschreckt.

Hinzu kam, dass die meisten Verlautbarungen in einer Sprache abgefasst sind, die vielleicht in Konferenzräumen unter den ach so wichtigen Event-Machern von PR-Agenturen verstanden wird. Und sie mag dort auch der Selbstdarstellung ihrer ach so kreativen Sprachschöpfer dienen — aber auf dem Bottroper Wochenmarkt kommen die aufgeblasenen Worthülsen nur als das an, was sie sind: Selbst wenn man mal etwas versteht, wird auch das schnell zum Rohrkrepierer.

Angesichts der leeren Stadtkasse kommt es im Bottroper Bürgeralltag nämlich gar nicht gut an, wenn die Innovationen-City-Manager im Geld offenbar schwimmen. Zuerst sollten für das Projekt 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Dann waren es plötzlich 2,5 Milliarden , dann gar 2,8 Milliarden. Längst haben die Bottroper in ihrem Alltag für diese ärgerliche Kluft zwischen ho chnäsigem Geldgeklimper und den ärmlichen Zuständen in der Wirklichkeit ein ge flügeltes Wort entwickelt: Dafür hat die Stadt kein Geld mehr.

Nach nicht einmal einem Jahr beginnt die Fassade zu bröckeln…. Völlig sauer sind aber die Bottroper, die so langsam durchschauen, wo die 2,8 Milliarden Euro für Innovation-City herkommen sollen.

Das Geld stammt überwiegend aus staatlichen und europäischen Fördertöpfen sowie aus Sachleistungen der im Initiativkreis Ruhr zusammengeschlossenen Unternehmen. Inzwischen stellt sich das völlig anders dar. Es sollen vor allem also die hiesigen Hausbesitzer und deren Mieter die Zeche zahlen.

Einige zehntausend Euro könnten da — trotz einiger Fördermittel — pro Wohnung zusammenkommen. Monatelang war das so nicht bekannt, und exakte Summen kann Innovation-City auch nach einem Jahr nicht mal ansatzweise nennen. Jetzt spricht sich dieses Manko in Bottrop langsam herum und sorgt für Ärger. Man fühlt sich hinters Licht geführt — ein weiterer gigantischer Imageschaden für Innovation-City. Das scheint inzwischen selbst der Projekt-Förderer Bodo Hombach zu ahnen.

Und es erscheint wie der erste Schritt zu einem geordneten Rückzug, wenn der derzeitige Initiativkreis-Moderator laut WAZ öffentlich erklärt: Und von daher bin ich für eine realistische Besinnung.

Ein solches Stadium habe Innovation-City noch nicht erreicht. Da stellt sich die Frage: Waren die 2,8 Milliarden Euro, die 2,5 Milliarden und sogar die nur 1,5 Milliarden besinnungslos aus der Luft gegriffen? Für immer mehr Bottroper, so kann man überall im Alltag hören, ist Innovation-City auch aus anderen Gründen ein rotes Tuch. So sind Anfragen an die Stadtverwaltung schon seit Monaten oft nervig.

Wenn überhaupt, gibt es eine Antwort manchmal erst nach mehrmaligem Nachfragen. Zugleich klagen einige Rathaus-Mitarbeiter schon mal über heftige Zusatzarbeit wegen Innovation-City, was ihre regulären Aufgaben erschwere. Der strahlende Glanz vom 4. November ist verblichen…. Mehr Platz für umweltbelastende Autos. Selbst die zuständigen Bottroper Spitzenpolitiker scheinen die Innovation-City-Idee bisher nicht so recht verstanden haben.

Um nach einem Jahr möglichst viel Konkretes vorweisen zu können, greifen die Innovation-City-Macher auch schon mal zu Tricks. Obwohl die Fernwärme im Emscherraum bereits seit 50 Jahren Hunderttausende von Wohnungen versorgt, wurde jüngst der Anschluss von einigen Dutzend Wohnungen in Bottrop als Innovation-City-Event gepriesen und mit ausgelutschten Marketing-Gags wie einem ersten Spatenstich aufgehübscht.

Bürger mit Durchblick fühlen sich veräppelt. Denn Innovation-City-Manager halten sie offenbar für blöd. Denn Leuchttürme und Chefsachen sind gefährlichen Floskeln, und sie stehen inzwischen für desaströse Reinfälle: Aber weshalb aus bekannten Fehlern lernen?

In Innova-tion-City sollen die Leuchttürme in Zukunft strahlen. Mit seiner Höhe von 90 Metern ist er doch geradezu prädestiniert, als Innovation-City-Leuchtturm herzuhalten. Er wurde zwar schon vor 30 Jahren gebaut, aber was macht das schon? Ein kleiner Umbau — und man kann ihn als innovativ anpreisen: Für viele Bürger längst ein sinkendes Projekt. Die Umgestaltung des Berliner Platzes in den vergangenen Jahren hat völlig neue Perspektiven geschaffen.

Wie diese Foto oben: Stadtgeschichte diesmal also nicht in zwei Bildern, sondern sogar nur in einem Bild: Ein Bild, das nur drei Jahre später Geschichte ist. Aber auch aus diesem Blickwinkel zeigt sich die Hauptpost als eines der wenigen Bauwerke in Bottrop, das sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert hat und mit dem sich die Bürger dieser Stadt identifizieren können. Auch das macht eben Geschichte aus: Wer die Wurzeln kennt, fühlt sich hier schneller heimisch.

Doch das sei nur mal wieder am Rande erwähnt. Zwar sind die Eingänge der Post im Laufe der Zeit mal hierhin, mal dahin verlegt worden. Aber der Wiedererkennungswert des Gebäudes ist enorm. Und das nun schon seit Dezember wird das Gebäude eröffnet Foto unten.

Auch so gesehen hat sich seit nicht viel geändert. Für die Deutsche Post AG jedoch schon: Das mag den manchmal recht muffigen Umgang mit den Kunden erklären. Und das seit , jenem Jahr, in dem Everding am Damit endet damals ein ungewöhnlicher Lebenslauf, der heute vor 83 Jahren, am Everding wird in eine musikalische Familie hineingeboren. Ausriss einer Anzeige oben. Cyriakus sitzt, wie der Bayerische Rundfunk in dem wohl besten filmischen Everding-Portät dokumentiert oben.

Doch gleich, an welcher Kulturstätte und in welcher Metropole er sich befindet — Everding hat stets mit einem gewissen Stolz gesagt, er sei in Bottrop geboren und habe hier auch das Gymnasium besucht. Um für seine Stadt zu werben, hat er sie, im Stadtgarten auf seinem Stuhl sitzend, auf einem Videoband vorgestellt und verewigt. Everdings Welt ist vielschichtig. Sie besteht keineswegs nur aus Theater und Oper. Der universell gebildete Generalintendant der Bayerischen Staatstheater plaudert ebenso intelligent wie fachkundig über die Olympischen Spiele und auch über Erziehungswissenschaften oder die Werke von Josef Beuys.

Immer wieder, wenn es seine Zeit erlaubt, kommt Everding in seine Heimatstadt Bottrop. Wenn gerade ein Tourneetheater hier gastiert und ein Stück aufführt, das er in der Saison vorher selbst inszeniert hat, ist der international gefragte Kulturpapst vor Ort, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Während der Pause wechselt er dann schnell ein paar Worte mit den Darstellern. Aber die Schauburg-Aufführungen reichen dem jungen Everding nicht. Dort habe er einen Hamlet gesehen, der ihn verändert habe.

Die Begegnung hat Folgen. Die Hamburger Staatsoper holt August Everding als Intendant, die Münchener holen ihn zurück und vertrauen ihm als Generalintendant die gesamten bayerischen Staatstheater an. Morgen ist es wieder soweit: In der Einkaufsmetropole Bottrop gibt es — wie schon vor einem Jahr — einen verkaufsoffenen Sonntag ohne Bezug zu irgendwas rechts Plakat-Ausriss. Warum sollte man sich auch Gedanken über ein interessantes Thema, über attraktive Zusatzveranstaltungen machen?

Das haben ja schon die Nachbarstädte Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen besorgt, die morgen ebenfalls zum Sonntagseinkauf locken und ihn mit buntem Programm zu einem besonderen Ereignis machen. Um 18 Uhr werden die In Bottrop verzichtet man hingegen auf jegliches Programm.

Und selbst herbstliche Dekorationen wird man wohl vergeblich suchen. Aber das überschaubare Angebot von Wintersocken und Herbst-Bratpfannen in Bottrop wird das kleine Manko von fehlendem Motto, fehlendem Programm und fehlender Dekoration sicher mehr als ausgleichen. Karl Reckmann links , Chef des Bottroper Einzelhandelsverbands, wird auch aufatmen. Da der morgige Verkaufssonntag zunächst durch ein Bürgerbegehren gefährdet war, hatte Reckmann die Zukunft der Einkaufsstadt Bottrop im Sommer noch in düsteren Farben gemalt: Wenn der offene Sonntag gestrichen werde, erwarte er als mögliche Folgen den Vormarsch von Leerständen, Billigläden und Spielhallen in der City.

Da Bottrop morgen auf hat, werden jetzt die Leerstände, Billigläden und Spielhallen wohl endlich zurückgehen. Oder vielleicht auch nicht? Dazu ein Blick ei n Jahr zurück: Und es gab sogar kuriose Situationen. Fehlte nur ein Zusatz wie: Ein paar Meter weiter bot eine Apotheke den Einkaufswilligen etwas Besonderes an: In einigen Schaufenstern wurde von den Händlern per Plakat sogar darauf hingewiesen: Erstaunlich, dass Bottroper Händler das extra betonen müssen.

Und wie handeln sie? Auch darauf gab das Plakat eine Antwort: Krimi, Action, Western, Komödie — alles schon mal gesehen, was es da am Wochen- ende im Fernsehen gibt? Wie wäre es da mit einem Blick ins Kinopro-gramm? Ach ja, stimmt ja: Wir leben in Bottrop. Aber das war nicht immer so. Zum Beispiel vor 92 Jahren. Da ist Bottrop in Sachen Kino wesentlich weiter als heute — im Jahr eins nach der Kulturhauptstadt Deshalb hier ein Blick auf das, was die Vereinigten Bottroper Lichtspiele ab dem 8.

Juli so zeigen. Und siehe da, alles da: Krimi, Action, Western, Komödie. Geschichte kann ja so fürchterlich frustrierend sein! Vielleicht ist das Fernsehprogramm am Wochenende ja doch nicht so schlecht. Und damit gibt es schon einen wichtigen Tipp für die Beantwortung der Frage: Als Hermann Böckenhoff Bild links am November zum Amtmann, also zum Verwaltungschef, nach Bottrop berufen wird , mag er ahnen, dass er sich auf einen nicht alltäglichen Job eingelassen hat.

Was das dann aber konkret für ihn bedeuten wird, kann er nicht gewusst haben: Es wird eine einmalige und zugleich eine der aufreibendsten Positionen, die in der damaligen Verwaltungsgeschichte zu vergeben sind. Wenige Zahlen reichen, um das deutlich zu machen. Als der Amtmann am 1. Juni stirbt, leben hier 78 Menschen. Wohl nie hat eine Gemeinde in Deutschland in so kurzer Zeit den Wandel von einem dörflich geprägten Gemeinwesen zu einer Industriestadt vollziehen müssen.

Amtmann Böckenhoff, der in den Aufzeichnungen fast nur so bezeichnet wird — als wenn er keinen Vornamen hatte. Der Plan für das Rathaus aus dem Jahr Der Turm wird jedoch anders gebaut. Und auch die durchgängig geplanten Arkaden werden nicht so verwirklicht. Was die Bottroper Verwaltung in den knapp 20 Jahren der Ära Böckenhoff zu leisten hat, zeigt auch ein Blick auf die Bildung, die zu den wichtigsten Aufgaben der Gemeinden gehört: Und was macht dieser Amtmann den lieben, langen Tag sonst noch so?

In seiner Schaffenszeit beginnt der Bau des monumentalen Bottroper Rathauses, das dennoch bald wieder zu klein sein wird, wie damals das alte Amtshaus. Zunächst durch den Personalschwund. Denn im Laufe der Jahre werden immer mehr Verwaltungsmitarbeiter an die Fronten geschickt — und kommen oft nie wieder.

Gegen Ende des Krieges kommen auf die Gemeinde zudem immer mehr Aufgaben zu, wie zum Beispiel die Versorgung der Bevölkerung mit den rationierten Lebensmitteln. Obwohl sich Böckenhoff nach den Überlieferungen während der Kriegszeit keinen freien Tag gönnt, muss er immer wieder Kritik einstecken, wenn es mit der Nahrungsmittelversorgung mal wieder nicht so läuft, wie es sich die Bürger wünschen.

Aus der Würdigung, die am 3. Heute vor genau Jahren, am Kommen Sie mit auf eine Zeitreise entlang der langen Leitung. An das Telegrafennetz zur Übermittlung von Telegrammen ist das Dorf zwar schon seit angeschlossen, aber wann hier zum ersten Mal ein Telefon klingelt, lässt sich nur ungenau rekonstruieren. Es dürfte auf einer Zeche gewesen sein, die über Fernsprechvermittlungen in Nachbarorten an das Telefonnetz angeschlossen sind.

In Bottrop dauert es bis zum Das Netz wächst langsam. Und somit ist klar, dass auch die zweite Leitung nicht ausreichen wird. Zumal der eher konservative Amtmann p lötzlich Geschmack an den neuen Kommunikationsmöglichkeiten findet: Die zweite Leitung muss dem Verwaltungschef ständig zur Verfügung stehen. Der schnellere Informationsfluss leitet eine Modernisierung der Verwaltung schlechthin ein. Völlig neue Richtlinien werden in den kommenden Jahren für einen rascheren Verwaltungsbetrieb ausgearbeitet.

Der Fortschritt in Bottrop ist nicht zu bremsen. So bleibt es 28 Jahre lang. Kein Vergleich zu heute. Nun ist alles anders. Denn die Verwaltung ist nicht nur über 90 Kommunikationsleitungen mit der Welt verbunden.

Die Stadtmitarbeiter nutzen auch Handys , das sind Geräte mehr als vor sechs Jahren. Statt über das bestehende Telefonnetz sprechen die Rathaus-Mitarbeiter an den 29 Verwaltungsstandorten im Stadtgebiet intern längst per Glasfaser oder Funk über das Datennetz. Über Telefongeräte werden dabei genutzt. Nun, das wird bei solchen Anlässen meist verkündet. Doch was tatsächlich wird, wenn die notwendige Kohle ab von weither nach Bottrop transportiert werden muss, kann nur die Zukunft zeigen.

Klar ist auf jeden Fall: Mit diesem Verkauf geht eine Ära zu Ende. Die direkte Konzern-Verknüpfung zwischen Bergbau und Kokerei wird gekappt. Grund genug für eine Zeitreise zu den Anfängen des Bottroper Bergbaus, der zugleich auch der Anfang der Kokereien ist. Dazu geht es Jahre zurück — in das Dorf Bottrop des Jahres Das offiziell in Bottrop gern genommene Datum für den Start in die Püttzeit ist nicht korrekt. Zu jenem Zeitpunkt, zehn Jahre nach der Stadtwerdung Bottrops , sind hier schon sieben Schachtanlagen tätig.

Alle haben zunächst ihre eigenen Kokereien. Doch das ist auf Dauer nicht wirtschaftlich. Dafür werden viele Zechenkokereien dicht gemacht. Um — die Kriegsproduktion der deutschen Wirtschaft läuft auf Hochtouren — sind es 1,8 Millionen Tonnen. Im Februar geht das Werk im Bombenhagel der Alliierten unter. Der Wirtschaftswunder-Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg geht zügig voran.

Auch die Stadt Bottrop will sich offenbar modern geben und präsentiert sich in der Werbung ab Mitte der er Jahre ganz in Kohlrabenschwarz.

Mit einem düsteren Plakat wirbt das Rathaus viele Jahre lang für Bottrop — und wundert sich bis heute darüber, dass es so schwer ist, vom Kohlenpott-Image wegzukommen. Doch was so steril wirkt, in den an Zahlen entlang geschriebenen Geschäftsberichten, sieht in der Wirklichkeit durchaus anders aus. Doch wer nur mal so an der Kokerei vorbeigehen kann und nicht im Bottroper Süden leben muss, der kann die gravierenden Umweltbelastungen in jener Zeit natürlich mit folgendem Satz leicht zur Seite schieben: Doch wer will schon die westdeutsche Wirtschaftskraft durch Kritik an den Umweltbelastungen für den Bottroper Süden schmälern?

Die Investitionen gehen nach Firmenangaben auch in die neue Gasentschwefelungs- und Schwefelsäureanlage sowie in die Gewinnung von Wasserstoff aus Koksofengas und in eine neue Benzolfabrik. Zum Beispiel wieder in Entstaubungsanlagen.

Und wie sieht die zukünftige Geschichte der Kokerei aus? So ist nicht nur die Zukunft der Kokerei am Standort Bottrop, sondern auch die der Arbeitsplätze nach Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus Ende sichergestellt.

Diese Nebenprodukte, die beim Verkokungsprozess anfallen, sind schon seit jeher mindestens genauso wichtig für die Industrie wie der Koks für die Stahlkocher. Und so schreibt der zuvor zitierte journalistische Kokerei-Besucher schon Jede Stadt braucht manchmal einen Oberbürgermeister von der schlitzohrigen Sorte , um für die Stadt etwas zu erreichen oder gar, um ihre Zukunft zu sichern.

Bottrop hat damit in der Vergangenheit stets Glück gehabt: Juni eröffnet wird. Dieser Tag ist das Ziel unserer heutigen Zeitreise. Und die steckt voller Überraschungen. Das Marienhospital allein reicht für die bald 80 Einwohner zählende Stadt nicht mehr aus.

Als Träger des zweiten Bottroper Krankenhauses ist schnell die Sozialversicherung der Bergleute ausgeguckt, die sich seit Ruhrknappschaft nennt und die im Ruhrgebiet schon mehrere Kliniken betreibt.

Auch das Grundstück ist bald gefunden: Fotos oben und unten: Die Umgestaltung der alten Fassade nimmt dem Krankenhaus momentan nach und nach seine architektonische Identität. Aber da ist doch gar keine Grenze, werden viele Leser einwenden. Heute nicht, heute beginnt Osterfeld und damit Oberhausen erst am Revierpark. Doch die kommunale Neuordnung des Ruhrreviers steht bevor. Zur Erläuterung des Zusammenhangs wechseln wir jetzt einmal den Blickwinkel und sehen das ganze Projekt aus Osterfelder Sicht.

Zudem hatte Bottrop eine Abgeordnete im Landtag in Berlin und damit direkten Zugang zur Landesregierung, die damals im Gegensatz zu heute, in Berlin residierte.

Dies war die Zentrums-Abgeordnete Elisabeth Giese. Derselben Partei gehörte auch der damalige Oberbürgermeister von Bottrop, Dr. Somit liegt das gerade fertiggestellte Krankenhaus nun vollständig in Bottrop, und die Vonderorter versuchen gerade, Bottroper zu werden.

Einige sollen das ja bis heute noch nicht geschafft haben, was aber vielleicht dran liegt, dass Vonderort nicht nur nach Bottrop, sondern auch vom Rheinland nach Westfalen exportiert wird.

Dafür haben die Neu-Bottroper jetzt aber auch eines der modernsten Krankenhäuser des Ruhrgebiets gleich um die Ecke. Juni imposant zu wirken. Breit ausladend in betont ruhigen Linien nimmt der dreiflügelige Gebäudekomplex unseren Blick gefangen… Rechts und links vom Vorplatz postieren sich die Wohnhäuser des Chefarztes und Oberarztes… Der linke Flügel ist als das eigentliche Krankenhaus anzusehen.

Der gesamte Küchenbetrieb ist vollständig elektrifiziert, so dass die modernsten Küchengeräte eingesetzt werden können. Damit das funktioniert hat das RWE — auch das gibt es damals schon — für das Krankenhaus eine eigene Trafostation gebaut. Und irgendwie haben sich bei der Krankenhausplanung die Technik-Freaks auch sonst ausgetobt: Alle Zimmer haben einen Radio-Anschluss!

Na und, wird da so mancher sagen. Was ist das Besondere? Radiogeräte finden sich damals nur in wenigen Bottroper Haushalten — aber schon im Krankenhaus. Franzosen und Belgier besetzen das Ruhrgebiet. Sie wollen die per Reparationsvertrag festgesetzten Kohlelieferungen kontrollieren.

Kohle, die auch auf Bottroper Zechen abgebaut wird. Schwarz wie Kohle sind auch die Truppen aus dem Senegal, damals französische Kolonie. Für viele Ruhrpottler ist es die erste Begegnung mit dunkelhäutigen Menschen. Ein Heer von etwa Soldaten ist in die Städte des Ruhrgebiets eingezogen — und die Bevölkerung ist entsetzt. Und nicht nur sie. Drei Jahre zuvor war er noch Vorsitzender der Reparationskommission im französischen Senat. Dort setzte er sich rigoros für die Erfüllung des Versailler Vertrages ein.

Als absoluter Gegner der Verständigungspolitik eines Aristide Briand provozierte er dessen Sturz und hatte damit grünes Licht für seine harte Linie. Er verschärft die Vorschriften, um den heimlichen Widerstand der Kumpel zu brechen. Zunächst verhängt er den Belagerungszustand. Jeder muss ständig seinen Personalausweis vorweisen können, will er nicht verhaftet werden. Die Bottroper Bergleute versuchen auf ihre Art, die Reparationen zu hintertreiben. Sie verhindern schlicht und einfach die Kohlelieferungen.

Als die Franzosen die Transporte selbst übernehmen, versenken Kumpel in Bottrop bei Nacht sowohl unterhalb des Bottroper Hafens als auch oberhalb jeweils einen Lastkahn. Damit ist der Transportweg per Schiff auf dem Rhein-Herne-Kanal oben eine Ansichtskarte auch mit französischer Beschriftung für etliche Wochen blockiert. Die Bevölkerung von Wesel bis Dortmund und vor allem die Püttleute aber lassen sich nicht einschüchtern. Sie verhindern weiterhin Kohletransporte nach Frankreich.

Auch, als es den Besetzern nach Wochen langer Arbeit endlich gelungen ist, die versenkten Lastkähne im Bottroper Hafengebiet zu entfernen. Das aber hinderte den Widerstand nicht, weiter erfinderisch zu wirken. Die Wassermassen stürzen in die Emscher, fegen mit ihrer Gewalt etliche Holzbrücken weg. Der Kanal-Wasserspiegel sinkt und die Wache schiebenden Franzosen staunen: Das Kanalbett läuft trocken und die Kohlekähne kippen um. Damit stehen die Besatzer vor einem Problem.

Sie sind ihrer eigentlichen Aufgabe, die Kohlelieferungen zu garantieren, schlichtweg beraubt. Zwar reagieren die Franzosen mit Verhaftungen, doch können sie den Vorwurf der Sabotage nie beweisen. Die Verhafteten werden wieder aus den Gefängnissen entlassen.

Januar endet die die Besetzung des Ruhrgebiets. Die pfiffigen Kumpel aber haben Widerstand geleistet. Sie ist aber keine Bottroperin, sondern kommt aus Essen. Als Pferdetram ab etwa Denn es ist nicht die Vestische, als späterer Bottroper Haus- und Hof-Verkehrsbetrieb, der eingangs des Jahrhundert die moderne Transporttechnik nach Bottrop bringt.

Die Vestische ist noch nicht soweit. Doch der wird nicht lange nachhallen. In der Folge spielt der öffentliche Nahverkehr in Bottrop bald — und das bis heute — nur noch eine Nebenrolle. Um Mitternacht fährt die letzte Bahn ein. Über drei Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Damals startet sie die Nahverkehrsverbindung zwischen Bottrop und Gladbeck mit der Linie Bereits ein Jahr später notiert sie in ihrem Jahresbericht eine Schienenstrecke zwischen Bottrop und Gladbeck von 18,1 Kilometern Länge.

Schon damals sitzen die ersten Frauen an der Kurbel, also der Steuerung der Bahnen. Zu ihnen gehört die Bottroperin Klara Diehl. Lebte sie noch, wäre sie heute weit über Jahre alt. Sie sorgen dafür, dass die Bottroper auch während des Zweiten Weltkriegs und in den ersten Jahren danach nach Essen, Gladbeck, Sterkrade, Osterfeld oder Gelsenkirchen gelangen.

Trittbrettfahrer — ein noch heute gängiger Begriff — gehören in den Jahren bis zum gewohnten Bild. Die Wagen sind überfüllt.

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Das Gebäude des alten Marien-hospitals am Kreuzkamp hatte längst ausgedient Foto rechts.

Closed On:

Wenn in der Produktion eine Teilebestellung getätigt wird, entnehmen andere Roboter die Teile aus den Kleinladungsträgern und verladen sie auf autonome Flurfördergeräte.

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